Mainzer Karnevalstradition kehrt 2027 mit frischem Elan zurück
Die Allerscheenste, eine traditionsreiche Mainzer Karnevalsgesellschaft, hat bekannt gegeben, ihre Sitzungen 2027 nach einer zweijährigen Pause wiederaufzunehmen. Berühmt für ihre scharfsinnigen Reden und humorvollen Persiflagen auf das lokale Leben, prägt die Gruppe seit 1986 das kulturelle Geschehen der Stadt. Der neue Vorsitzende Holger Bartz will die Tradition nun mit frischem Elan zurückbringen.
Gegründet 1986, wurde die Gesellschaft schnell für ihren unzensierten Humor und ihr Clown-Symbol bekannt. Jahrzehntelang trafen sich die Mitglieder im Keller der Augustinerstraße, wo sie ihre Reden ehrenhalber unentgeltlich hielten. Seit 1996 verleiht die Allerscheenste zudem jährlich den Aller-Allerscheenste-Preis an herausragende Persönlichkeiten des Mainzer Karnevals.
2025 setzte die Gruppe ihre Aktivitäten aus, nachdem die Mitgliederzahl geschrumpft war – die meisten Aktiven waren über 70 Jahre alt. Die Pause folgte auf 14 Jahre unter der Führung von Karin Junker, die den Zusammenhalt und die Traditionen der Gesellschaft bewahrt hatte. Bartz, der 2021 das Amt übernahm, will nun jüngere Mitglieder gewinnen, indem er regelmäßige Treffen im Augustinerkeller in der Mainzer Altstadt organisiert.
Die Mitgliedschaft kostet nur 1,11 Euro im Monat – ein symbolischer Beitrag, der Neulinge ermutigen soll, beizutreten. Die Veranstalter sind zuversichtlich, dass die Wiederbelebung den lebendigen, satirischen Geist zurückbringt, der die Allerscheenste zu einem geliebten Teil der lokalen Karnevalskultur gemacht hat.
2027 kehrt die Allerscheenste mit einer Mischung aus Tradition und neuen Mitgliedern zurück. Die Treffen im Augustinerkeller sollen die Reihen der Gruppe wieder füllen und ihr humorvolles Erbe bewahren. Der Erfolg des Neuanfangs hängt von frischem Engagement und der anhaltenden Begeisterung für den Mainzer Karneval ab.
