30 October 2025, 08:28

Max Leven Center eröffnet in Solingen, ehrt jüdischen Journalisten und fördert Dialog

Eine Collage aus neun Bildern, die ein zentrales Gebäude mit parkenden Autos davor, ein Kreuzsymbol oben links, ein weiteres Gebäude oben rechts und Gebäude unten zeigen.

Max Leven Center eröffnet in Solingen, ehrt jüdischen Journalisten und fördert Dialog

Das Max-Leven-Zentrum (MLC) in Solingen hat am Sonntag, dem 2. November, offiziell seine Türen für die Öffentlichkeit geöffnet. An der Eröffnungsfeier nahmen Oberbürgermeister Tim Kurzbach sowie Vertreter aus Landes- und Bundespolitik teil. Nachkommen von Max Leven trugen sich in das Goldene Buch der Stadt Solingen ein und erhielten Erinnerungsstücke. Das MLC, das im historischen Wohnhaus des jüdischen Journalisten Max Leven eingerichtet wurde, ist ein Ort der Erinnerung, der politischen Bildung und des gesellschaftlichen Dialogs. Es beleuchtet die lokalen Dimensionen von Verfolgung und Widerstand während der NS-Zeit und zeigt auf, wie der Nationalsozialismus das Leben in Solingen prägte. Die Dauerausstellung widmet sich dem Leben und Wirken von Max Leven sowie weiteren Persönlichkeiten wie Änne Wagner. Unterstützung erhielt das Zentrum unter anderem von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und der Stadtsparkasse Solingen. Oberbürgermeister Kurzbach äußerte die Hoffnung, das MLC werde zu einem lebendigen Ort des Austauschs – auch für Menschen mit unterschiedlichen Standpunkten. Max Leven, 1882 in Thionville (Diedenhofen) geboren, zog 1916 nach Solingen. Die Eintragung seiner Nachkommen ins Goldene Buch markiert einen bedeutenden Moment in der Auseinandersetzung der Stadt mit ihrer Vergangenheit. Das MLC, sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, lädt die Öffentlichkeit ein, die Ausstellungen zu besuchen und sich an seinem Auftrag zu beteiligen: den Dialog und das Verständnis in der Gesellschaft zu fördern.

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