05 December 2025, 12:21

„Maxton Hall“-Hype führt zu Stürmung von Schloss Nymphenburg – Adventsöffnung gestrichen

Menschen stehen in der Mitte einer nächtlichen Szene mit einem Schloss im Hintergrund.

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Formal überrannt: Schloss Marienburg südlich von Hannover. – Foto: Moritz Frankenberg/dpa 1. November 2025, 14:11 Uhr

Schloss Nymphenburg hat die geplanten Öffnungen für die ersten beiden Adventswochenenden abgesagt. Der Schritt folgt einem unerwarteten Besucherandrang nach der Premiere der zweiten Staffel von Maxton Hall – Die Welt zwischen uns. Die Behörden begründeten die Entscheidung mit Sicherheitsbedenken, da die Menschenmengen die Erwartungen bei Weitem überstiegen.

Das historische Schloss, einst im Besitz von Ernst August Senior, war 2019 für rund 25 Millionen Euro an das Land Niedersachsen verkauft worden. Die ehemalige Welfen-Residenz war wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten geschlossen worden, darunter die Beseitigung von Hausschwamm in der Dachkonstruktion. Die vollständige Restaurierung soll voraussichtlich erst 2030 abgeschlossen sein.

Am vergangenen Wochenende durften Besucher erstmals die Eingangshalle des Südflügels betreten und erhielten so einen seltenen Blick in den Rittersaal – jenem Ort, an dem Teile von Maxton Hall gedreht wurden. Die Produktion hatte dafür eine Sondergenehmigung erhalten, obwohl die Arbeiten noch liefen.

Alleine am Sonntag strömten fast 6.000 Menschen auf das Gelände – die Behörden hatten lediglich mit 400 Besuchern gerechnet. Aufgrund der Überlastung der Zufahrtswege und der Sicherheitsrisiken sagten die Verantwortlichen die geplanten Adventsöffnungen ab.

Die Eigentumsverhältnisse des Schlosses waren in der Vergangenheit umstritten. 2019 hatte Ernst August Junior versucht, es gegen den Willen seines Vaters für nur einen Euro an öffentliche Träger zu verkaufen. Der spätere Verkauf an Niedersachsen sicherte den Erhalt als Kulturdenkmal.

Von der Absage betroffen sind die für die Weihnachtszeit geplanten Besuche. Da die Sanierung weiterläuft, bleibt das Schloss größtenteils für die Öffentlichkeit geschlossen. Die Behörden prüfen nun, wie künftige Zugänge unter Gewährleistung der Besuchersicherheit gestaltet werden können.