Mönchengladbach pflanzt 100 Baumquartiere gegen Hitze und für mehr Lebensqualität
Jakob BauerMönchengladbach pflanzt 100 Baumquartiere gegen Hitze und für mehr Lebensqualität
Mönchengladbach startet einen Stadtbaum-Meisterplan, um seine Grünflächen auszubauen und den steigenden Temperaturen entgegenzuwirken. Die Stadt erhält Fördergelder, um gezielt in Gebieten mit wenig Grün und hoher Hitzeexposition zusätzliche Bäume zu pflanzen.
Anders als andere deutsche Städte ist Mönchengladbach für dieses Vorhaben nicht Teil des Bundesprogramms „Natürlicher Klimaschutz“. Stattdessen hat die Stadt separate finanzielle Mittel akquiriert, um eine eigene Strategie umzusetzen.
Im Rahmen des Projekts entstehen in ausgewählten Straßen 100 neue Baumquartiere. Dabei kommen moderne Pflanzmethoden zum Einsatz, und Anwohner werden in den Prozess einbezogen. Ziel ist es, die Stadt kühler und lebenswerter zu gestalten.
Die Behörden erfassen rund 10.000 bestehende Baumstandorte in einer zentralen Datenbank. So lassen sich die besten Plätze für Neupflanzungen identifizieren – insbesondere in grünarmen Zonen, also Gebieten mit wenig Baumbestand und höheren Sommertemperaturen. Die Gesamtkosten des Plans belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro. Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) des Bundes übernimmt 80 Prozent der Ausgaben, die restlichen 220.000 Euro trägt die Stadt. Das Geld fließt in die kommenden Jahre in Pflanzungen, Pflege und Bürgerbeteiligung.
Der Stadtbaum-Meisterplan soll den Baumbestand in Mönchengladbach vergrößern und die Hitze in besonders betroffenen Gebieten mindern. Mit Bundesförderung und lokalem Engagement strebt die Stadt eine klimaresilientere urbane Umgebung an. Die ersten Neupflanzungen sollen beginnen, sobald die Planung abgeschlossen ist.
