"Monsters Paradies": Eine skurrile Oper feiert rauschende Premiere in Hamburg
Jakob Bauer"Monsters Paradies": Eine skurrile Oper feiert rauschende Premiere in Hamburg
{"text_with_seo": ""Monsters Paradies": Eine kühne neue Oper feiert Premiere an der Hamburger Staatsoper\n\nAn der Hamburger Staatsoper hat mit "Monsters Paradies" eine gewagte Opernneuschöpfung Premiere gefeiert. Die Komposition stammt von Olga Neuwirth, das Libretto schrieb die Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. Das Werk verbindet elektronische Klänge, klassische Anspielungen und eindrucksvolle visuelle Elemente. Zeitgleich engagieren sich Neuwirth, Jelinek und weitere prominente Künstler:innen in einer Petition zur Verteidigung des Lateinunterrichts.\n\nDie Uraufführung fand am 1. Februar 2026 unter der Leitung von Dirigent Titus Engel und Regisseur Tobias Kratzer statt. Auf der Bühne glänzten Georg Nigl als tyrannischer "König-Präsident", Sarah Defrise und Sylvie Rohrer als vampirische "Vampi" sowie Anna Clementi als weise Monsterfigur Gorgonzilla. Über 25 Mitwirkende – von Musiker:innen des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg bis zur Videokünstlerin Charlotte Rampling – trugen zur Produktion bei.\n\nNeuwirths Partitur verlangte höchste Präzision: schroffe elektronische Klangflächen trafen auf Reminiszenzen an klassische Traditionen. Das Staatsorchester meisterte unter Engels Direction die komplexen Anforderungen der Komponistin. Die düster-komische Handlung zeigt einen machthungrigen Präsidenten mit einer Zombie-Armee im Konflikt mit einem Monster, das Weisheit verkörpert.\n\nAbseits der Bühne unterstützen Neuwirth und Jelinek gemeinsam mit 86 weiteren Persönlichkeiten – darunter die Nobelpreisträger Peter Handke und Anton Zeilinger – eine Petition zum Erhalt des Lateinunterrichts. Die auf aufstehn.at veröffentlichte Kampagne plädiert für die fortgesetzte Bedeutung der Sprache in der Bildung.\n\n"Monsters Paradies" unterstreicht einmal mehr den ambitionierten Schaffensdrang von Neuwirth und Jelinek und ist derzeit an der Hamburger Staatsoper zu sehen. Die von drei Nobelpreisträgern mitgetragene Petition verleiht den Unterzeichnenden zusätzliches kulturelles Gewicht. Sowohl die Oper als auch die Initiative spiegeln aktuelle Debatten über Kunst, Bildung und die sich wandelnde Identität Österreichs wider."}
