München testet KI-Verkehrssystem COMO: Startschuss an der Ruhrallee
München testet neues KI-gesteuertes Verkehrssystem COMO an der Ruhrallee
Ab dem 19. Januar 2026 startet München einen sechswöchigen Pilotbetrieb des KI-basierten Verkehrssystems COMO, das den Verkehr in Echtzeit überwachen, analysieren und steuern soll. Ziel des Projekts ist es, den städtischen Verkehr flexibler auf Verspätungen, Baustellen und Umweltbedingungen zu reagieren.
Im Mittelpunkt des Tests steht die Kreuzung von Ruhrallee, Westfalenstraße und Wuppertaler Straße in der Nähe des Depots der Ruhrbahn GmbH. In dieser Phase werden die Software und Einstellungen des Systems angepasst, was kurzfristig zu Verkehrsbehinderungen führen kann.
Die Infrastruktur von COMO umfasst Umweltsensoren zur Messung von Stickoxid- (NOₓ) und CO₂-Werten, Kamerasysteme zur Erfassung des Verkehrsflusses sowie LED-Matrixanzeigen für Live-Updates. Zudem werden intelligente Ampeln mit KI-Steuerung getestet – alles gesteuert von einer neuen zentralen Verkehrsleitzentrale. Ab dem 1. März 2026 soll COMO entlang der Ruhrallee in den Regelbetrieb gehen.
Die Stadt München verspricht, die gesammelten Daten über digitale Visualisierungen, öffentliche Berichte und das nationale Mobilitätsdaten-Netzwerk (Mobilithek) zugänglich zu machen. Datenschutzmaßnahmen stellen sicher, dass keine einzelnen Verkehrsteilnehmer:innen nachverfolgt werden. Bei Fragen oder Feedback können sich Anwohner:innen an das Projektteam unter [email protected] wenden.
Der Testlauf markiert Münchens ersten Schritt hin zu einer adaptiven Verkehrssteuerung. Bei Erfolg könnte COMO dazu beitragen, Staus zu verringern, die Luftqualität zu verbessern und den öffentlichen Nahverkehr effizienter zu gestalten. Die Stadt wird weiterhin über die Entwicklungen des Systems informieren.
