Nachbarn in Köln stoppen dreisten Betrug an 100-Jährigem in letzter Sekunde
Johanna AlbrechtNachbarn in Köln stoppen dreisten Betrug an 100-Jährigem in letzter Sekunde
Zwei ältere Nachbarn in Köln vereitelten gemeinsam den Betrugsversuch an einem 100-jährigen Mann. Dank der schnellen Reaktion eines 77-jährigen Anwohners flog der Schwindel auf, bevor Geld gestohlen werden konnte. Die Polizei ermittelt nun in dem Fall.
Der Betrüger hatte den 100-Jährigen zunächst telefonisch kontaktiert und sich als Bankmitarbeiter ausgegeben. Er überredete das Opfer, seine Girokarte herauszugeben – angeblich für Sicherheitsüberprüfungen. Kurz darauf rief der Täter erneut an und forderte diesmal die PIN der Karte.
Der 77-jährige Nachbar wurde misstrauisch und griff ein. Er durchschaute den Betrug, riss den Hörer an sich und legte auf. Gemeinsam stellten die beiden Männer den Verdächtigen, der sich noch in der Wohnung aufhielt. Sie zwangen den Betrüger zum Verlassen des Hauses, bevor er Geld abheben konnte. Die Behörden beschreiben den Mann als auffällig tätowiert an beiden Händen und mit deutlich aufgespritzten Lippen. Der Fall wurde inzwischen an die Kriminalinspektion 25 der Kölner Polizei zur weiteren Aufklärung übergeben.
Der Täter floh ohne Beute, nachdem die Nachbarn eingriffen. Die Polizei fahndet weiterhin nach dem Verdächtigen anhand der vorliegenden Beschreibung. Der Vorfall zeigt, wie aufmerksame Zeugen Finanzbetrug verhindern können.
