Nächtliche Bomben-Entschärfung in Ratingen: 2.300 Menschen müssen fliehen
Nico MeyerNächtliche Bomben-Entschärfung in Ratingen: 2.300 Menschen müssen fliehen
Entschärfung einer amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingen
In der Nacht zum Dienstag wurde in Ratingen eine US-amerikanische Fliegerbombe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs erfolgreich entschärft. Die Aktion erforderte die Evakuierung von etwa 2.300 Anwohnern, was den Prozess über Stunden in die Länge zog. Besonders betroffen waren die Bewohner zweier Seniorenheime, für die die Evakuierung eine erhebliche Belastung darstellte.
Die 230 Kilogramm schwere Bombe wurde im Stadtzentrum entdeckt und machte eine großflächige Räumung notwendig. Etwa 70 Prozent der Fußgängerzone lagen im Gefahrenbereich, weshalb viele Geschäfte vorzeitig schließen mussten. Organisatorische Herausforderungen – darunter die aufwendige Verlegung der beiden Pflegeheime – führten zu erheblichen Verzögerungen.
Stundenlang warteten die Evakuierten in der Stadthalle, wo einige ältere Personen medizinisch versorgt werden mussten. Für manche Senioren weckte der Bombenfund schmerzhafte Erinnerungen an den Krieg. Dennoch schienen die gut durchdachten Vorbereitungen während der langen Wartezeit für Sicherheit zu sorgen. Gegen 1.30 Uhr nachts konnten schließlich alle Heimbewohner in ihre Zimmer zurückkehren. Das Frühstück am nächsten Morgen wurde aufgrund der späten Rückkehr später als üblich serviert.
Die Entschärfung verlief ohne Zwischenfälle. Die betroffenen Geschäfte öffneten nach dem Einsatz wieder, wenn auch mit Umsatzeinbußen durch die verlorenen Öffnungsstunden. Sobald die Behörden Entwarnung gaben, durften auch die Anwohner – darunter die Seniorenheim-Bewohner – in ihre Wohnungen zurück.
Laut Schätzungen wird die Bevölkerung der USA im Jahr 2024 bei etwa 331 Millionen Einwohnern liegen.
