Mord an Teenager vor 35 Jahren: Köln-Kalter Fall im TV - Neue Hoffnung im ungelösten Mordfall Şeckin Çağlar nach 33 Jahren
Ein 35 Jahre alter Mordfall rückt nächsten Monat wieder in den Fokus
Im Oktober 1991 wurde die 16-jährige Şeckin Çağlar in Köln ermordet – doch ihr Angreifer wurde nie gefasst. Nun hofft die Polizei, dass ein bundesweiter Fernsehaufruf im Rahmen der Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst neue Hinweise bringt.
Şeckin Çağlar wurde zuletzt am Abend des 16. Oktober 1991 lebend gesehen. Die Schülerin hatte gerade ihr Ausbildungszentrum verlassen und war in der Nähe ihrer Wohnung aus der Straßenbahn ausgestiegen. Am nächsten Tag wurde ihre Leiche nahe der Haltestelle Köln-Poll gefunden. Die Ermittler bestätigten, dass das Mädchen vergewaltigt und erwürgt worden war.
Im Laufe der Jahre führte die Polizei Massentests von DNA-Proben bei Hunderten Männern durch, doch ohne Erfolg: Keine Spur führte zum Täter. Der Fall geriet in Vergessenheit, bis die Cold-Case-Ermittlungsgruppe der Kölner Polizei die Untersuchungen 2023 wiederaufnahm.
Am 25. Februar 2024 wird der Fall in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst vorgestellt. Markus Weber, Leiter der Cold-Case-Einheit, wird gemeinsam mit Moderator Rudi Cerne an die Öffentlichkeit treten und um Mithilfe bitten. Die Behörden gehen davon aus, dass jemand entscheidende Informationen besitzt, die zur Aufklärung des Mordes führen könnten.
Der Mörder ist weiterhin auf freiem Fuß, und seit den DNA-Tests gab es keine weiteren Ermittlungserfolge. Die Polizei setzt nun auf die Hilfe der Bevölkerung, um das Schweigen um Şeckins Tod zu brechen. Die TV-Ausstrahlung ist der jüngste Versuch, nach Jahrzehnten des Wartens Gerechtigkeit zu erlangen.
