09 December 2025, 08:26

Neue IBAN-Prüfung bei Überweisungen sorgt für Chaos bei Bankkunden

Zwei Züge stehen neben einem Bahnsteig mit zwei Bildschirmen und mehreren Tafeln, die von der Decke hängen, sowie einer Person in der Nähe der Treppe und einer Tür an der Wand.

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Seit zwei Monaten prüfen Banken vor Überweisungen den Namen des Empfängers. Was die Sicherheit erhöhen sollte, sorgt auch für Probleme.

Banken in der Eurozone überprüfen seit zwei Monaten, ob der Name des Empfängers mit der angegebenen IBAN übereinstimmt, bevor sie Überweisungen ausführen. Die neue Regelung, die vor zwei Monaten eingeführt wurde, soll Betrug verhindern, indem sie Abweichungen erkennt. Doch die uneinheitliche Umsetzung durch die Banken führt bei Kunden zu Verwirrung und Frust.

Das System verlangt von den Banken, zu prüfen, ob der vom Absender eingegebene Name mit dem Namen übereinstimmt, der mit der IBAN des Empfängers verknüpft ist. Stimmt beides nicht überein, erscheint eine Warnung, und der Absender muss entscheiden, ob er die Überweisung trotzdem durchführen möchte. Bisher gelten diese Prüfungen nur für Überweisungen zwischen Girokonten, nicht jedoch für Spar- oder Tagesgeldkonten.

Der Europäische Zahlungsverkehrsrat (European Payments Council) hat Modelle wie „Exakte Übereinstimmung“, „Teilübereinstimmung“ und Algorithmen auf Soundex-Basis vorgeschlagen, um die Namenserkennung zu standardisieren. Dennoch bewerten Banken „ähnliche Treffer“ oft unterschiedlich. Manche führen Überweisungen trotz kleiner Abweichungen aus, andere blockieren sie komplett. Diese Uneinheitlichkeit führt zu übermäßigen Fehlermeldungen und inkonsistenten Warnungen.

Exakte Übereinstimmungen sind selten, insbesondere bei Geschäfts- oder Behördentransaktionen, wo die Unterlagen oft Varianten enthalten. Verbraucherschützer raten, Warnungen ernst zu nehmen und die Angaben direkt mit dem Empfänger zu klären. Zudem sollte die IBAN vor der Bestätigung einer Überweisung doppelt geprüft werden.

Ab Sommer 2027 wird die Regelung auf die gesamte EU ausgeweitet. Der Europäische Zahlungsverkehrsrat hat zwar unverbindliche Leitlinien herausgegeben und die Banken aufgefordert, keine zusätzlichen Daten weiterzugeben, die über die vom Absender gemachten Angaben hinausgehen. Ohne strenge Kontrolle bleibt die Wirksamkeit des Systems jedoch ungleich.

Die Namensprüfung gegenüber der IBAN sollte eigentlich die Sicherheit erhöhen und Betrug verhindern. Doch die unterschiedlichen Praktiken der Banken haben zu Verwirrung geführt, und viele Kunden sehen sich mit unnötigen Verzögerungen konfrontiert. Bis strengere Standards durchgesetzt werden, müssen Absender vorsichtig bleiben und die Empfängerangaben eigenständig überprüfen.