21 January 2026, 14:30

Neuer Blitzer auf der A4 in Köln fängt über 9.100 Raser in nur vier Wochen

Eine Straßenszene mit Autos, einem Tempolimit-Schild, Strommasten, Gebäuden mit Fenstern und Geländern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Neuer Blitzer auf der A4 in Köln fängt über 9.100 Raser in nur vier Wochen

Neue Blitzeranlage auf Kölner Autobahn A4 registriert über 9.100 Verstöße in weniger als einem Monat

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Ein kürzlich installierter Geschwindigkeitsmessapparat auf der Kölner Autobahn A4 hat in nicht einmal einem Monat mehr als 9.100 Verkehrsverstöße erfasst. Die Anlage, die in der Nähe des Autobahnkreuzes Eifeltor aufgestellt wurde, nahm Mitte Dezember 2025 den Betrieb auf, um die zunehmende Unfallhäufigkeit und Regelverstöße in einer Baustelle einzudämmen. Wie die Behörden mitteilen, verteilten sich die Verstöße nahezu gleichmäßig auf beide Fahrtrichtungen.

Der Blitzer wurde als Reaktion auf einen deutlichen Anstieg von Zusammenstößen und wiederholte Verstöße gegen die Vorschriften für Schwerlastverkehr eingerichtet. Seit seiner Inbetriebnahme registriert das System durchschnittlich fast 400 Verstöße pro Tag. Zwischen dem 15. Dezember 2025 und dem 7. Januar 2026 erfasste die Anlage 4.108 Verstöße in Richtung Aachen und 5.050 in Richtung Olpe.

Die Anlage arbeitet mit Lasertechnologie und überwacht gleichzeitig mehrere Fahrspuren. Sie kontrolliert nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch spurbezogene Beschränkungen, wie etwa das Tempolimit von 40 km/h in der verengten Baustelle. Anders als herkömmliche Systeme funktioniert dieser Blitzer autonom und wird durch eine Methanol-Brennstoffzelle mit Energie versorgt. Zudem ist er von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) zertifiziert. Die von der Stadt geleaste Anlage bleibt vorerst bis mindestens Ende Februar 2027 in Betrieb. Die Gesamtkosten für Miete, Wartung und Betrieb über 15 Monate belaufen sich auf schätzungsweise rund 245.000 Euro.

Die ersten Daten der Anlage unterstreichen die anhaltenden Probleme mit überhöhter Geschwindigkeit und mangelnder Spurdisziplin in der Baustelle. Mit bereits über 9.100 registrierten Verstößen werden die Behörden die Einhaltung der Regeln weiterhin überwachen, bis die Anlage wie geplant Anfang 2027 abgebaut wird. Das Projekt steht für die laufenden Bemühungen, die Sicherheit auf einer der meistbefahrenen Autobahnen Kölns zu verbessern.