Neues Koordinationszentrum im Bergischen Land kämpft gegen organisierte Kriminalität

Johanna Albrecht
Johanna Albrecht
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Eine bunte Karte der Strategischen Allianz Cyber Crime Working Group, umgeben von Logos und Namen beteiligter Organisationen in fetter schwarzer Schrift.Johanna Albrecht

Neues Koordinationszentrum im Bergischen Land kämpft gegen organisierte Kriminalität

Fünf Städte im Bergischen Land haben ein neues Koordinationszentrum zur Bekämpfung der organisierten und Wirtschaftskriminalität ins Leben gerufen. Das Gemeinsame Koordinationszentrum (GeKo Rhein-Wupper) wird kommunale, Landes- und Bundesbehörden zusammenbringen, um Informationen auszutauschen und die Strafverfolgung effizienter zu gestalten. Beamte bezeichnen die Initiative als Vorbild für regionale Zusammenarbeit im Kampf gegen komplexe kriminelle Netzwerke.

Das GeKo wird seinen Sitz in Wuppertal haben und unter der Leitung von Stefan Grawe stehen, unterstützt durch einen Lenkungsausschuss und lokale Ansprechpartner in jeder Kommune. Kernaufgabe ist die Bündelung von Fachwissen aus Gewerbeämtern, Außendienstmitarbeitern und Immobilienverwaltern, um verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden dann an Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet, darunter Zoll, Polizei, Staatsanwaltschaften und Einheiten zur Bekämpfung von Finanzkriminalität.

Zu den Hauptzielen des GeKo zählen Banden- und Clankriminalität, Sozialbetrug, Menschenschmuggel und Geldwäsche. Ein weiterer Fokus liegt auf Problemimmobilien und Scheinfirmen, die oft als Tarnung für illegale Machenschaften dienen. Zur Finanzierung teilen sich die fünf Gründungsstädte die Personalkosten, während das Landesprogramm von Nordrhein-Westfalen 280.000 Euro für Förderung und Fachunterstützung bereitstellt.

Die Städte des Bergischen Landes betonen, dass Sicherheit nur durch gemeinsames Handeln erreicht werden kann. Ihr Ansatz orientiert sich an ähnlichen Einrichtungen im Land, wie dem GeKo Ruhr (Schwerpunkt: Industriekriminalität), dem ZOK Münsterland (Fokus: ländliche Cyberkriminalität) und dem KOK Rhein-Sieg (Spezialisierung: Wirtschaftskriminalität). Im Gegensatz zu diesen wird das GeKo Rhein-Wupper jedoch datengestützte Analysen und KI-Werkzeuge einsetzen, um die Aufklärung von Stadtkriminalität zu verbessern.

Das GeKo startet mit einer klaren Struktur: Risikobewertung, präventive Planung und Beratung bei kommunenübergreifenden Fällen. Durch die Verknüpfung von lokalem Wissen mit Landes- und Bundesressourcen soll die Initiative Lücken in der Kriminalprävention schließen. Das Modell könnte zudem künftige regionale Sicherheitsstrategien in Nordrhein-Westfalen prägen.

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