22 March 2026, 16:16

NRW-Bauministerin Scharrenbach wegen Führungsstils in der Kritik – Vorwürfe von Mobbing und Einschüchterung

Ein Mann in einem weißen Kleid und einer Mütze sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch zu sehen sind, mit einer anderen Person mit Brille rechts von ihm, in einem Raum mit einer Wand und einer Tür im Hintergrund.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern Gespräche nach Vorwürfen - NRW-Bauministerin Scharrenbach wegen Führungsstils in der Kritik – Vorwürfe von Mobbing und Einschüchterung

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach sieht sich schweren Vorwürfen wegen ihres Führungsstils ausgesetzt. Berichten zufolge herrscht in ihrem Ministerium ein Klima der Angst und Einschüchterung. Ehemalige und aktuelle Mitarbeiter werfen ihr vor, durch Mobbing, öffentliche Bloßstellungen und ein systematisches Fehlverhalten einige Beschäftigte in die innere Kündigung oder vorzeitige Pensionierung getrieben zu haben.

Scharrenbach hat die Kritik mittlerweile anerkannt und eingeräumt, in ihrer Amtsführung Fehler gemacht zu haben. Als Reaktion auf die Vorwürfe leitete sie erste Maßnahmen ein, darunter persönliche Gespräche mit betroffenen Mitarbeitern.

Erste Enthüllungen durch "Der Spiegel" Die Probleme in Scharrenbachs Ministerium gerieten ins öffentliche Bewusstsein, als Der Spiegel ein internes Schreiben veröffentlichte, in dem von einer Atmosphäre der "Angst und des Terrors" die Rede war. Mitarbeiter berichteten von anhaltendem Anbrüllen und demütigenden Situationen, die einige dazu veranlassten, ihre Stellen zu verlassen. Ein anonymer hoher Beamter wurde mit den Worten zitiert: "Diese Frau hat mich zerstört."

Die Schwierigkeiten begannen bereits früh in der Legislaturperiode, insbesondere während der Umstrukturierung der Abteilung für digitale Verwaltung. Dabei wurden Fragen zu Führung und Zusammenarbeit sowohl an Scharrenbach als auch an Staatssekretär Daniel Sieveke herangetragen. Bereits im Januar 2025 hatte ein Personalratsvertreter der Landesregierung die Chefin der Staatskanzlei über Fehlverhalten in dem Ministerium informiert. Zeitgleich wurde Scharrenbach selbst vor der Bundestagswahl 2025 mit Mobbingvorwürfen konfrontiert.

Reaktionen und Reformversuche Die Ministerin hat inzwischen Schritte eingeleitet, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Sie richtete anonyme Feedbackkanäle ein und organisierte eine Mitarbeiterversammlung, in der Betroffene ihre Erfahrungen schildern konnten. Ein Führungsworkshop sollte Veränderungen anstoßen, zudem bot sie gemeinsame Gespräche mit betroffenen Beschäftigten an – unter Einbindung des Personalrats. Scharrenbach gab öffentlich zu, dass ihr Umgang mit Mitarbeitern nicht immer fair gewesen sei.

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Das Ministerium hat damit begonnen, neue Führungsstrukturen umzusetzen, um die Kritikpunkte zu adressieren. Zu den Maßnahmen gehören direkte Gespräche mit dem Personal sowie eine stärkere Einbindung der Mitarbeitervertretungen. Ob diese Schritte langfristig zu mehr Vertrauen und besseren Arbeitsbedingungen führen, bleibt abzuwarten.

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