NRW kämpft um erstes deutsches Yad-Vashem-Bildungszentrum gegen Bayern und Sachsen
Johanna AlbrechtNRW kämpft um erstes deutsches Yad-Vashem-Bildungszentrum gegen Bayern und Sachsen
Nordrhein-Westfalen bewirbt sich darum, Standort des ersten deutschen Bildungszentrums von Yad Vashem zu werden. Das Bundesland konkurriert dabei mit Bayern und Sachsen um den Zuschlag, eine endgültige Entscheidung wird für Anfang Dezember 2025 erwartet. Ein wichtiger Fürsprecher des Vorhabens ist Dr. Michael Seligmann, ein langjähriger Verfechter der Holocaust-Erinnerungskultur und ehemaliger Vorsitzender des Vereins der Gedenkstätte Villa ten Hompel in Münster.
Dem Auswahlverfahren ging eine bundesweite Machbarkeitsstudie voraus, zudem besuchten Delegationen von Yad Vashem mögliche Standorte. Nordrhein-Westfalens Bewerbung wird durch seine Position als bevölkerungsreichstes Bundesland Deutschlands gestärkt, ebenso wie durch ein etabliertes Netzwerk aus Bildungs- und Gedenkstätten. Dr. Seligmann, der von 1998 bis 2022 den Förderverein der Gedenkstätte Villa ten Hompel leitete, hat maßgeblich die pädagogische Arbeit der Einrichtung sowie die Partnerschaft mit Yad Vashem in Jerusalem geprägt.
Die Entscheidung über den Standort des Yad-Vashem-Bildungszentrums fällt nach weiteren Prüfungen im Dezember 2025. Bei einem Erfolg würde das Zentrum in einer Region mit starker Bildungsinfrastruktur und einer langen Tradition der Holocaust-Erinnerung angesiedelt. Das Ergebnis wird bestimmen, wo die erste mit Yad Vashem verbundene Einrichtung in Deutschland entstehen wird.
