26 January 2026, 12:39

NRW wird zum Hotspot der Energiewende mit fünf Gigawatt neuer Kraftwerke

Eine Säulendiagrammdarstellung der Stromerzeugung der Bundesländer nach Energiequelle im Jahr 2022 mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen liefert.

NRW wird zum Hotspot der Energiewende mit fünf Gigawatt neuer Kraftwerke

Nordrhein-Westfalen soll eine Schlüsselrolle beim Umstieg Deutschlands auf klimaneutrale Energie spielen. Die Bundesregierung plant, 12 Gigawatt geförderte Kapazität für neue Gas- oder Wasserstoffkraftwerke zu verteilen – davon sind fünf Gigawatt für das Bundesland Nordrhein-Westfalen vorgesehen. Wie der Energiekonzern Steag-Iqony und das Wirtschaftsministerium NRW mitteilten, soll nun Wesel Standort für eine dieser modernen Anlagen werden.

Das Bundesprogramm sieht vor, die 12 Gigawatt bundesweit zu verteilen, mit einem Schwerpunkt auf süd- und westdeutschen Regionen. Ein sogenannter "Süd-Bonus" soll bei der Standortvergabe diese Gebiete bevorzugen. Nordrhein-Westfalen, bekannt für seinen hohen Energiebedarf, hat gute Chancen, mehrere Projekte an Land zu ziehen.

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In Bergkamen treibt Steag-Iqony unterdessen die Pläne für ein neues Gaskraftwerk voran. Die Anlage, die später auf grünen Wasserstoff umgestellt werden soll, entsteht neben dem bestehenden Kohlekraftwerk. Obwohl dieses offiziell nur als Reserve dient, läuft es derzeit mit voller Leistung. Betriebsleiter Thorsten Koch äußerte sich unterstützend zur Energiewende und zum Ausstieg aus der Kohle. Das Unternehmen hat bereits Fortschritte gemacht: Gespräche mit Behörden laufen, Umweltprüfungen sind eingeleitet, und zentrale Komponenten wurden vorbestellt. Sobald das Kraftwerk in Betrieb geht, soll es Strom direkt ins Netz einspeisen. Noch wartet Steag-Iqony jedoch auf die Vergabekriterien der Bundesregierung von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, bevor formelle Anträge gestellt werden können. Auch andere große Energieunternehmen wie RWE, Uniper und Trianel bereiten in ganz Deutschland ähnliche Projekte vor.

Die Auswahl Wesels als Standort für ein neues Gas- oder Wasserstoffkraftwerk markiert einen weiteren Schritt in der Energiewende Nordrhein-Westfalens. Mit fünf Gigawatt Kapazität für das Land sind weitere Ankündigungen zu erwarten. Die endgültigen Entscheidungen hängen von den Bundesrichtlinien und dem Fortschritt konkurrierender Vorhaben ab.