Pilotprojekt im Rhein-Kreis Neuss: Polizei setzt auf zentrale Stützpunkte für schnellere Einsätze
Tim BöhmPilotprojekt im Rhein-Kreis Neuss: Polizei setzt auf zentrale Stützpunkte für schnellere Einsätze
Neues Pilotprojekt für Polizeistreifen in vier Kommunen des Rhein-Kreises Neuss
Ab dem 1. März bis Ende Mai startet in vier Städten des Rhein-Kreises Neuss ein neues Testmodell für Polizeistreifen. In Jüchen, Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch werden die Streifenwagen künftig von zentralen Standorten aus operieren. Ziel ist es, unnötige Fahrzeiten zu verkürzen und die Einsatzbereitschaft zu beschleunigen – ohne die sichtbare Präsenz der Polizei auf den Straßen zu verringern.
Das Pilotprojekt knüpft an einen früheren Versuch in Jüchen an, der bereits im November letzten Jahres begann. Nun wird das Modell auf drei weitere Kommunen ausgeweitet: Korschenbroich, Kaarst und Meerbusch. In jeder Stadt werden die Streifenwagen von einem zentralen Stützpunkt aus eingesetzt.
In Jüchen bleiben die Fahrzeuge weiterhin in Grevenbroich stationiert, wie bereits während der ersten Testphase. Korschenbroich und Kaarst werden ihre Streifen künftig von der Polizeistation in Kaarst aus koordinieren. Die Patrouillen in Meerbusch starten ebenfalls von Kaarst aus, während das örtliche Revierteam für Gemeinschaftspolizei weiterhin in der Holbeinstraße ansässig bleibt. Die Umstellung soll die Abläufe effizienter gestalten. Durch weniger Fahrten zwischen den Wachen können Beamte schneller an Einsatzorten eintreffen. Die Behörden betonen, dass die Polizeipäsenz in allen Gebieten gleich bleibt – Kürzungen sind nicht vorgesehen.
Während der dreimonatigen Testphase werden Leistungsdaten erhoben und ausgewertet. Landrätin Katharina Reinhold und Polizeifachleute prüfen, ob das neue System die Reaktionszeiten und die Effizienz verbessert. Die Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss übernimmt die zentrale Steuerung aller beteiligten Streifenwagen.
Das dreimonatige Pilotprojekt soll zeigen, ob die zentralisierte Einsatzplanung zu schnelleren Reaktionszeiten führt. Bei Erfolg könnte das Modell auf weitere Bereiche des Kreises ausgeweitet werden. Für die Bürger in den vier Kommunen ändert sich vorerst nichts an der Zahl der im Dienst befindlichen Beamten.
