25 March 2026, 12:20

Platonische Küsse: Warum Mundküsse unter Freunden heute normal sind

Eine Zeichnung eines Mannes und einer Frau, die sich umarmen und küssen, mit einem Schädel im Hintergrund.

Platonische Küsse: Warum Mundküsse unter Freunden heute normal sind

Platonische Küsse auf den Mund unter Freunden sind in den letzten Jahrzehnten sichtbarer geworden – besonders in der westlichen Popkultur. Was einst als ungewöhnlich galt, gilt heute als Ausdruck einer größeren Akzeptanz, geprägt durch europäische Gepflogenheiten und die Globalisierung der Medien. Experten betonen, dass solche Gesten einen evolutionären Zweck erfüllen: Sie stärken Bindungen und pflegen Beziehungen, ohne romantische Absichten.

Prominente Beispiele haben dazu beigetragen, platonisches Küssen zu normalisieren. In den 1990er-Jahren küsste Angelina Jolie Freundinnen wie Jenny Shimizu, während Madonna und Britney Spears 2003 bei den VMAs mit ihrem legendären Kuss Schlagzeilen machten. In jüngerer Zeit umarmte und küsste Kristen Stewart in den 2010ern Freunde, und Harry Styles gab Nick Jonas 2019 bei den VMAs einen Kuss. Die Kommunikationsberaterin Judi James weist darauf hin, dass solche Zuneigungsbekundungen in Hollywood-Kreisen mittlerweile alltäglich sind.

Die Schauspieler Scarlett Johansson und Jonathan Bailey küssten sich auf dem roten Teppich bei der Premiere von Jurassic World: Rebirth. Johannssons Ehemann, Colin Jost, scherzte später, er sei nicht eifersüchtig – schließlich bezeichne sich Bailey offen als schwul. Bailey selbst spricht offen darüber, wie er Zuneigung auf verschiedene Weisen zeigt, darunter auch das Küssen von Freunden.

Auch die Moderatorin Cat Deeley teilt regelmäßig "Freundinnen-Küsse" mit engen Vertrauten und nennt sie rituelle Momente der Verbundenheit. Einmal küsste sie ihre beste Freundin Charlie Brear spielerisch in einem Geburtstagspost. Solche Gesten erinnern an den "Guppy-Kuss" – einen sanften, liebevollen Kuss, wie man ihn aus der Kindheit kennt.

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Wissenschaftler beobachten, dass nicht-sexuelles Küssen kein rein menschliches Phänomen ist. Viele Tiere, darunter Primaten, nutzen ähnliche Gesten, um soziale Bindungen zu festigen und ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Dieses Verhalten steht im Einklang mit evolutionären Theorien zu Fürsorge und Gruppenzusammenhalt.

Ob auf roten Teppichen oder in sozialen Medien – platonische Küsse auf den Mund sind heute fester Bestandteil des öffentlichen Lebens. Prominente und Experten betrachten sie als natürliche Ausdrucksformen von Freundschaft, frei von romantischen Untertönen. Der Trend spiegelt sowohl kulturelle Veränderungen als auch tief verwurzelte biologische Instinkte nach Verbindung und Vertrauen wider.

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