Proteste gegen Atomwaffen während NATO-Manöver Steadfast Dart 26 in Nörvenich
Johanna AlbrechtProteste gegen Atomwaffen während NATO-Manöver Steadfast Dart 26 in Nörvenich
Protest gegen Atomwaffen in Nörvenich während NATO-Manöver Steadfast Dart 26
In Nörvenich bei Düren hat während des laufenden NATO-Manövers Steadfast Dart 26 eine Demonstration gegen Atomwaffen stattgefunden. Rund 150 Teilnehmende forderten den Abzug aller nuklearen Waffen aus Deutschland. Die Kundgebung wurde von über 30 Friedensinitiativen organisiert, die sich vor allem gegen die Rolle Deutschlands in den NATO-Militärübungen richteten.
Im Fokus der Proteste stand die deutsche Beteiligung an Steadfast Dart 26, einer groß angelegten NATO-Übung zur schnellen Verlegung von Truppen und Ausrüstung. Elf Mitgliedstaaten – darunter Italien, Griechenland, Frankreich und Großbritannien – nehmen daran teil, doch offizielle Stellen erwähnten weder Atomwaffen noch damit zusammenhängende Operationen.
Die Demonstrant:innen kritisierten insbesondere den Einsatz deutscher Kampfflugzeuge im Manöver, den sie mit nuklearen Fähigkeiten in Verbindung bringen. Eine Sprecherin der Kundgebung forderte den sofortigen Abzug aller in Deutschland stationierten Atomwaffen.
Neben ihrer Ablehnung der NATO-Aktivitäten sprachen sich die Organisator:innen auch für die jüngsten Friedensbemühungen zwischen Israel und den Palästinensern aus. Die Verhandlungen im Nahen Osten bezeichneten sie als positiven Schritt zur Verringerung der globalen militärischen Spannungen.
Der Protest in Nörvenich unterstreicht die anhaltenden Bedenken gegenüber Atomwaffen in Deutschland. Während Steadfast Dart 26 weiterläuft, setzen sich Aktivist:innen weiterhin für Abrüstung ein und lehnen Militärübungen ab, die sie als eskalierend bewerten. Die Veranstalter:innen machten deutlich, dass sie sich sowohl gegen nukleare Arsenale als auch gegen Deutschlands Teilnahme an entsprechenden Trainingsmissionen stellen.
