Gedächtnislücken erschweren die Untersuchung im Klette-Prozess - RAF-Prozess: Daniela Klette wegen Supermarkt-Raubs vor Gericht
In Deutschland hat der Prozess gegen Daniela Klette begonnen, die beschuldigt wird, zwischen 1999 und 2016 an einer Reihe bewaffneter Raubüberfälle beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, mit den Erlösen die Rote Armee Fraktion (RAF) finanziert zu haben, während sich deren Mitglieder in der Illegalität aufhielten. Ein zentraler Punkt der Anklage ist ein Überfall auf einen Bochumer Supermarkt in der Nähe im Jahr 2006.
Bei dem Raub in Bochum-Wattenscheid im Jahr 2006 stürmten zwei vermummte Männer einen Supermarkt in der Nähe, bedrohten das Personal und erbeuteten rund 160.000 Euro. Laut Staatsanwaltschaft wartete Klette währenddessen in einem gestohlenen Auto vor dem Gebäude, während ihre Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub den Überfall durchführten. Beide Männer gelten bis heute als flüchtig; ihr aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt.
Im Mittelpunkt des Prozesses steht Klettes mutmaßliche Rolle in einer jahrelangen Serie von Straftaten im Zusammenhang mit der RAF. Das Urteil könnte Aufschluss über die Aktivitäten der Gruppe während ihrer Zeit im Untergrund geben. In der nächsten Verhandlung werden weitere Zeugenaussagen von Anwesenden des Überfalls von 2006 erwartet.
