08 January 2026, 04:37

Rettungskräfte fordern eigenes Breitbandnetz für lebenswichtige Krisenkommunikation

Autos auf einer Straße mit vier Personen in der Nähe, Gebäude mit Fenstern im Hintergrund, Bäume und Warnkegel.

Rettungskräfte fordern eigenes Breitbandnetz für lebenswichtige Krisenkommunikation

Rettungskräfte warnen: Unzuverlässige Kommunikation in Krisen kann tödliche Folgen haben

Beim diesjährigen Blaulicht-Tag in Essen betonten Polizei, Feuerwehr und Rettungsteams dringend die Notwendigkeit eines eigenen Breitbandnetzes für den Katastrophenschutz. Die am 15. Oktober 2022 abgehaltene Veranstaltung brachte Einsatzkräfte zusammen, um zu diskutieren, wie moderne Technologie in Notfällen Leben retten kann.

Das aktuelle Digitalfunk-BOS-System, das auf der TETRA-Technologie basiert, funktioniert zwar zuverlässig für Sprachverbindungen und einfache Datenübertragung. Doch Experten weisen darauf hin, dass es an der nötigen Breitbandkapazität für moderne Einsatzszenarien mangelt. Während eines kürzlichen Stromausfalls in Berlin erwies sich das stabile TETRA-Netz zwar als unverzichtbar – doch für Echtzeit-Videoübertragungen, detaillierte Lagekarten oder Telemedizin-Systeme war es nicht gerüstet.

Auf dem Blaulicht-Tag in Essen wurden in Demonstrationen die Möglichkeiten einer aufgerüsteten Technik aufgezeigt: Telemedizin-Tools und Live-Lagepläne, die die Katastrophenbewältigung revolutionieren könnten. Doch dafür wäre ein eigenständiges Netz im UHF-Frequenzbereich (470–694 MHz) nötig – unabhängig von der öffentlichen Infrastruktur. Ohne dedizierte Frequenzen drohen Rettungskräfte in Krisen die Kontrolle zu verlieren. Hochwasser, Großbrände oder Cyberangriffe könnten öffentliche Netze überlasten und Einsatzkräfte im Dunkeln lassen. Die Botschaft des Blaulicht-Tags war klar: Ein krisensicheres Breitbandnetz ist kein Luxus, sondern eine Überlebensfrage.

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Der Appell für ein neues Netz kommt zu einer Zeit, in der Katastrophen immer komplexer und häufiger werden. Der Berliner Stromausfall zeigte, wie entscheidend zuverlässige Kommunikation selbst mit bestehenden Systemen ist. Jetzt drängen die Rettungskräfte auf eine Lösung, die Echtzeitdaten bewältigen kann – bevor die nächste Krise zuschlägt.