27 December 2025, 07:21

Reutlingen lacht über seine skurrilen Druckfehler – von „Mördern“ bis zu „Gemästeten“

Ein Collage mit Vergnügungsparkfahrten, einem Tisch mit Lebensmitteln einschließlich einer Tasse und einem Löffel, verschiedenen Gegenständen, Lichtern, einer Wand, Büschen, Bäumen, Gras, einem Seil und einem Hut.

Reutlingen lacht über seine skurrilen Druckfehler – von „Mördern“ bis zu „Gemästeten“

Reutlingen erlebte in diesem Jahr eine Reihe kurioser Druckfehler – mal verwirrend, mal amüsant

Von falschen Rezepten bis zu skurrilen offiziellen Bekanntmachungen: Die kleine deutsche Stadt hat in diesem Jahr so manche Tipp-Panne zu bieten gehabt. Selbst die Ankündigung eines Interviews mit dem Aktivisten Can Dündar enthielt einen auffälligen Fehler – statt seines „Interviewers“ war von seinem „Mörder“ die Rede.

Das Jahr begann mit einem seltsamen Schreibfehler in der Neujahrsbotschaft der Lokalzeitung. Statt den Leser:innen einen guten „Rat“ für 2024 zu wünschen, rief die Redaktion sie zu einem guten „Rat“** (im Sinne einer Versammlung) auf. Derselbe Artikel enthielt sogar eine philosophische Betrachtung über die Zeit, verfasst vom sogenannten „Tippfehler-Kobold“, der über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sinnierte.

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Im Mai veranstaltete die Stadt das „Fest der Gemästeten“ – ein Event, das bei manchen Bürger:innen Fragezeichen hinterließ. Das Programm umfasste zwar Vorträge über Straßenbahnstrecken und einen Bücherflohmarkt, doch der Name sorgte für Verwunderung. Zur gleichen Zeit führte ein Rezept mit Tippfehler zu großer Verunsicherung, während ein Vertipper eine völlig neue Behörde erschaff: das „Amt für Tierbau, Grünflächen und Umwelt“. Andere Pannen blieben ebenfalls in Erinnerung. So wurde in einer Museumsausstellung ein „Filz“-Objekt fälschlich als „Pilz“ beschriftet und musste schnell korrigiert werden. Die Ankündigungen für den Wochenmarkt warben derweil für eine „Kirchenernte“ und die Eröffnung einer Kneipp-Einrichtung. Selbst offizielle Dokumente blieben nicht verschont: Verweise auf ein „fötales Konzert“ oder „Stadtrats-Hinrichtungen“ sorgten für hochgezogene Augenbrauen.

Über Reutlingen hinaus verkündete der ehemalige Wirtschaftsminister Robert Habeck seinen Rückzug aus der Politik zugunsten einer Lehrtätigkeit an der Universität Berkeley. Doch dass es dort 2021 eine „Gas-Stiftungsprofessur“ gegeben haben soll, wie einige Berichte nahezulegen schienen, lässt sich nicht belegen.

Die Tippfehler in Reutlingen haben den Einwohner:innen unerwartete Unterhaltung geboten. Zwar wurden die meisten Fehler schnell berichtigt, doch ihr Nachhall bleibt. Die skurrilen Pannen der Stadt werden wohl noch lange in Erinnerung bleiben – selbst wenn die Korrekturen längst erfolgt sind.