Rheinmetall glänzt mit Rekordzahlen – doch ein Milliardenauftrag bleibt ungewiss
Johanna AlbrechtRheinmetall glänzt mit Rekordzahlen – doch ein Milliardenauftrag bleibt ungewiss
Rheinmetall verzeichnet starke Finanzzahlen in den ersten neun Monaten 2025
In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 hat Rheinmetall eine robuste wirtschaftliche Entwicklung vorgelegt: Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, das operative Ergebnis legte um 18 Prozent auf 835 Millionen Euro zu. Dennoch kämpfen Anleger mit Unsicherheiten über die langfristigen Aussichten des Konzerns – vor allem wegen der noch ausstehenden Entscheidung über einen milliardenschweren Rheinmetall Aktie für sechs Fregatten des Typs 126.
Die finale Zusage für den Bau der Type-126-Fregatten, der ein Volumen im Milliardenbereich hat, steht weiterhin aus. Entscheidend ist, ob die deutsche Werft NVL das Projekt übernehmen kann; eine Entscheidung wird für Dezember 2025 erwartet. Rheinmetall sieht sich dabei in einem harten Wettbewerb mit dem Konkurrenten TKMS, was Sorgen vor einem möglichen Verlust dieses wichtigen Großauftrags schürt.
Trotz dieser Unsicherheiten hat Rheinmetall mit einem Rekordauftragsbestand von 64 Milliarden Euro eine starke Nachfrage nach seinen Produkten und Dienstleistungen vorzuweisen. Verzögerungen bei der Verabschiedung des Bundeshaushalts haben jedoch zu Stockungen bei der Vergabe neuer Aufträge geführt und bremsen damit die kurzfristige Wachstumsdynamik des Unternehmens aus.
Die soliden Finanzkennzahlen der ersten neun Monate 2025 bilden zwar eine stabile Basis für Rheinmetall. Doch die im Spätherbst 2025 erwartete Entscheidung über die Type-126-Fregatten könnte die künftige Wachstumsrichtung des Konzerns maßgeblich prägen. Anleger beobachten die Entwicklung genau und müssen abwägen zwischen der langfristigen Stärke des Unternehmens und den aktuellen Rückschlägen bei der Aktie Vergabe.
