Rheinmetall startet Großoffensive: KNDS-Beteiligung und neue Aufträge trotz schwacher Aktienperformance
Johanna AlbrechtRheinmetall startet Großoffensive: KNDS-Beteiligung und neue Aufträge trotz schwacher Aktienperformance
Rheinmetall-Aktie: Große Offensive in Europa?
Vorspann Der Rüstungskonzern plant den Einstieg bei KNDS und sichert sich neue Großaufträge – doch die Aktie notiert unter wichtigen Chartmarken.
15. Dezember 2025, 07:34 Uhr
Rheinmetall hat trotz des jüngsten Euro-Rückgangs seiner Aktie strategisch wichtige Schritte im Verteidigungssektor unternommen. Wie berichtet wird, strebt das Unternehmen eine Beteiligung an KNDS an, einem der führenden europäischen Rüstungskonzerne. Gleichzeitig handelt die Aktie unter zentralen gleitenden Durchschnitten – ein Zeichen für die aktuelle Marktunsicherheit.
Der deutsche Rüstungsriese will damit einen unangefochtenen europäischen Branchenführer schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, verhandelt Rheinmetall über den Kauf eines Anteils der Wegmann-Gruppe, eines familiengeführten Unternehmens, das 50 Prozent von KNDS hält. Eine solche Übernahme würde die Marktposition des Konzerns deutlich stärken.
An der Börse gibt die Rheinmetall-Aktie derzeit um 1,57 Prozent nach und notiert bei 1.594,50 Euro. Der Kurs liegt damit unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1.650 Euro – eine Marke, die Analysten zufolge zurückerobert werden muss, um eine nachhaltige Erholung einzuleiten. Zudem handelt die Aktie unter dem 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 1.677 Euro, was auf anhaltenden Druck hindeutet.
Neben den Übernahmeplänen hat Rheinmetall neue Aufträge an Land gezogen: Die niederländischen Streitkräfte bestellten das Luftabwehrsystem Skyranger 30, während Großbritannien das Trailblazer-System orderte. Darüber hinaus übernimmt das Unternehmen Muni Berka GmbH, um seine Kapazitäten in der Munitionslagerung auszubauen.
Rheinmetalls geplante Beteiligung an KNDS könnte die europäische Sicherheitslandschaft neu ordnen. Gelingt der Deal, würde er die Vorherrschaft des Konzerns in der Branche weiter festigen. Die weitere Kursentwicklung der Aktie hängt nun davon ab, ob es gelingt, die technischen Widerstandsmarken zurückzugewinnen und die Auftragsdynamik aufrechtzuerhalten.
