22 December 2025, 16:50

Richterentscheid zum Messerangriff in Siegen tritt in Kraft

Ein Messer liegt auf einem Tisch.

Richterentscheid zum Messerangriff in Siegen tritt in Kraft - Richterentscheid zum Messerangriff in Siegen tritt in Kraft

Urteil im Siegen-Bus-Messerangriff rechtskräftig

Urteil im Siegen-Bus-Messerangriff rechtskräftig

Urteil im Siegen-Bus-Messerangriff rechtskräftig

  1. Dezember 2025, 14:29 Uhr

Eine 32-jährige Frau ist wegen eines Messerangriffs in einem Pendelbus während eines Stadtfests in Siegen 2024 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Siegen sprach sie in drei Fällen des versuchten Mordes mit Vorsatz schuldig. Das Urteil ist nun rechtskräftig, nachdem der Bundesgerichtshof ihre Revision zurückgewiesen und das Urteil bestätigt hat.

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Der Angriff ereignete sich nur eine Woche nach der tödlichen Messerattacke in Solingen, bei der drei Menschen getötet worden waren. Die Täterin griff mit einem Messer drei junge Männer im Bus an und verletzte sie schwer. Eine vierte Person, eine Frau, wurde ebenfalls verletzt. Dass es keine Todesopfer gab, führte das Gericht auf glückliche Umstände zurück.

Während des Prozesses betonte das Gericht die „kriminelle Absicht“ der Angreiferin und ihren vorsätzlichen Tötungsversuch. Sie gab zu, von dem Angriff in Solingen inspiriert worden zu sein, und behauptete, sie habe „noch mehr Menschen töten“ wollen. Trotz der Diagnose einer mittleren psychischen Erkrankung stufte das Gericht sie als voll schuldfähig ein. Zwei Frauen und ein männlicher Passant konnten die Angreiferin überwältigen und entwaffnen, bevor sie weiteren Schaden anrichten konnte. Der Bundesgerichtshof bestätigte später die lebenslange Strafe und wies ihre Revision zurück, womit das Verfahren abgeschlossen ist.

Die Verurteilte muss die lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung verbüßen. Der Fall unterstreicht die Schwere vorsätzlicher Gewalt, wie sie sowohl vom Landgericht als auch vom Bundesgerichtshof anerkannt wurde. Die Opfer überlebten trotz schwerer Verletzungen dank des Eingreifens von Passanten und dessen, was das Gericht als „glückliche Umstände“ bezeichnete.