06 March 2026, 12:19

S11-Sperre ab 2030: 18 Monate ohne Bahn zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Mülheim

Ein Bahnsteig mit einem Schild, das 'S-Bahn Stuttgart' und ein Logo auf der Wand zeigt, einige Lampen an der Decke und einige Gegenstände auf der linken Seite des Bahnsteigs.

S11-Sperre ab 2030: 18 Monate ohne Bahn zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Mülheim

Massive Einschränkungen auf der S11-S-Bahn-Strecke zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Mülheim

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Die Deutsche Bahn hat eine vollständige Einstellung des Betriebs auf der S11-S-Bahn-Linie zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Mülheim für bis zu eineinhalb Jahre ab Ende 2030 angekündigt. Die langwierige Sperrung soll den Bau eines zweiten Gleises ermöglichen – doch Pendler müssen sich bereits Jahre zuvor auf erhebliche Reisebehinderungen einstellen.

Die ersten Bauabschnitte beginnen bereits im Frühjahr 2026. Dann wird der Verkehr für mehrere Monate unterbrochen, um ein digitales Stellwerk zu installieren und Brücken zu sanieren. Diese Vorarbeiten waren zwar von Anfang an geplant, doch die längere Vollsperre vom vierten Quartal 2030 bis Anfang 2032 fällt nun deutlich länger aus als ursprünglich veranschlagt.

Im Hauptbauabschnitt steht der Bau des zweiten Gleises zwischen Bergisch Gladbach und Köln-Dellbrück im Mittelpunkt. Lokale Vertreter, darunter der stellvertretende Bürgermeister Ragnar Migenda, räumen ein, dass die Aufwertung der Strecke bereits seit 15 Jahren überfällig ist. Auch der Bahnhof Bergisch Gladbach selbst wird erweitert: Zusätzliche Bahnsteige sollen künftig einen dichteren 10-Minuten-Takt ermöglichen.

Für die Sperrphase 2030–2032 gibt es bisher keine verbindlichen Ersatzverkehrslösungen. Zwar waren Schienenersatzbusse im Gespräch, doch konkrete Pläne fehlen noch. Vorerst sollen die bestehenden Buslinien SB40 und Linie 1 einen Teil der Fahrgäste aufnehmen. Zudem entsteht eine neue Radpendlerroute, deren vorläufige Beschilderung bereits für kürzere Unterbrechungen in diesem Jahr sichtbar ist.

Die komplette Sperrung könnte sich auf bis zu 18 Monate ausdehnen – sechs Monate länger als zunächst angenommen. Diese Verlängerung verschärft die Belastung für Berufspendler zusätzlich, wobei der genaue Fertigstellungstermin des Projekts weiterhin unklar bleibt.

Die verlängerte Vollsperre wird die Geduld der Fahrgäste auf eine harte Probe stellen, zumal noch keine gesicherten Alternativen bereitstehen. Nach Abschluss sollen das zweite Gleis und die modernisierten Bahnhöfe jedoch für mehr Zuverlässigkeit und dichtere Takte sorgen. Bis dahin müssen sich Reisende auf jahrelange Einschränkungen ab 2026 einrichten.

Quelle