Schalke-Fans protestieren gegen Tönnies' mögliche Rückkehr als Ehrenpräsident
Jakob BauerFormer Schalke Boss Tönnies Versteht Proteste Gegen Ihn Nicht - Schalke-Fans protestieren gegen Tönnies' mögliche Rückkehr als Ehrenpräsident
Der ehemalige Präsident des FC Schalke 04, Clemens Tönnies, sieht sich erneut mit scharfer Kritik der organisierten Fanszene des Vereins konfrontiert. Bei einem jüngsten Spiel der 2. Bundesliga zeigten Anhänger beleidigende Transparente und Plakate, die sich gegen ihn richteten. Die Proteste flammten inmitten von Berichten auf, wonach Tönnies für das Amt eines Ehrenpräsidenten der 1. Bundesliga vorgeschlagen werden könnte.
Die Spannungen zwischen Tönnies und den Schalke-Fans bestehen bereits seit Jahren. Seine mögliche Rückkehr in eine offizielle Funktion hat bei Teilen der Anhängerschaft neuen Zorn ausgelöst. Mit Transparenten und Gesängen bei einem Heimspiel machten die Fans ihren Widerstand unmissverständlich deutlich.
Tönnies reagierte, indem er die Proteste als das Werk einer lauten Minderheit abtat. Zudem fragte er, warum die Ablehnung gerade jetzt hochkoche, da er selbst angab, das Ehrenamt noch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen zu haben. Stattdessen rief er den Verein dazu auf, sich auf das eigentliche Ziel zu konzentrieren: den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.
Seit Tönnies 2020 die Vereinsführung verließ, steckt Schalke in der Krise. Unter seiner Ägide spielte die Mannschaft noch in der ersten Liga, bis der Abstieg 2021 folgte. Doch bis 2026 blieb der Klub in der zweiten Liga hängen – ein baldiger Wiederaufstieg ist nicht in Sicht. Im Gegensatz zu seiner Amtszeit ist es der aktuellen Führung bisher nicht gelungen, die Rückkehr in die Eliteklasse zu schaffen.
Die Proteste unterstreichen die anhaltenden Gräben zwischen Tönnies und Teilen der Schalke-Fans. Ungewiss bleibt, ob er tatsächlich Ehrenpräsident wird, während der Verein sportlich weiter um den Aufstieg aus der 2. Bundesliga kämpft. Vorerst bleibt der Fokus der Mannschaft auf dem Weg zurück in die erste Liga.
