10 November 2025, 00:13

Schelladler „Alaska“ überlebt sechs Wochen in freier Wildnis ohne Jagdkenntnisse

Zwei Tauben, eine steht auf der Straße und die andere auf einem Zaun, mit einer Wand im Hintergrund.

Schelladler „Alaska“ überlebt sechs Wochen in freier Wildnis ohne Jagdkenntnisse

Ein Schelladler mit dem Namen "Alaska" sorgte in Deutschland für Aufsehen, nachdem er aus dem Falknerei-Zentrum Harz in Bad Sachsa entkommen war. Der in Gefangenschaft aufgewachsene Vogel überlebte sechs Wochen in der Wildnis, ohne jemals das Jagen gelernt zu haben.

Zunächst hielt sich Alaska nach seiner Flucht noch in der Nähe auf, legte später jedoch enorme Strecken zurück – an manchen Tagen Hundert Kilometer. Seine Wanderung löste Verwirrung aus: Selbst Graureiher wurden wegen ihrer Größe und ihres Aussehens mit Alaska verwechselt. Trotz seiner beeindruckenden Flugleistungen konnte der Greifvogel schließlich am Mittwochnachmittag von Falkner Rochus Brotzer auf einem Minigolfplatz in Bad Sachsa wieder eingefangen werden.

Schelladler unterscheiden sich deutlich von Stadttauben: Sie sind deutlich größer, erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 2,5 Metern und tragen einen markanten weißen Schwanz sowie einen weißen Kopf. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Ostasien und Teile Europas, und ihr Ruf – ein lautes, kräftiges "Kraa" – kontrastiert deutlich mit dem Gurren der Tauben.

Alaskas Flucht und Überlebensgeschichte unterstreichen die Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft dieser majestätischen Vögel. Obwohl er über keine Jagdfertigkeiten verfügte, schaffte es der Adler, wochenlang in freier Natur zu überleben. Seine Wiederergreifung ist ein Beweis für das Engagement von Falknern wie Rochus Brotzer, die sich für den Schutz und das Wohl dieser beeindruckenden Tiere einsetzen.

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