Sicherheitslücke legt geheime Atomtransport-Route in NRW offen
Ein Sicherheitsversäumnis hat vorübergehend die geplante Route für einen Atomtransport in Nordrhein-Westfalen offengelegt. Die Details waren auf einer Regierungswebsite einsehbar, bevor sie wieder entfernt wurden. Noch haben die Behörden nicht erklärt, wie es zu dem Fehler kam oder warum die Informationen öffentlich zugänglich waren.
Betroffen war eine Drohnenflugverbotszone entlang der Autobahnen zwischen Jülich und Ahaus. Diese Einschränkung, gültig vom 20. bis 27. März 2026, war auf der Digitalen Plattform für Unbemannte Luftfahrt (dipul.de) des Bundesverkehrsministeriums verzeichnet. Die Zone deckt sich mit dem geplanten Transport von Brennelementen aus einem stillgelegten Forschungsreaktor zu einem Zwischenlager in Ahaus.
Die versehentlich veröffentlichten Daten enthielten präzise Routenangaben, die normalerweise als geheim eingestuft werden. Solche Transporte gelten wegen möglicher Terrorgefahr oder Proteste als hochriskant. Bis Donnerstag waren die Informationen zwar gelöscht, doch eine offizielle Stellungnahme zur Panne blieb aus.
Atomtransporte in Castor-Behältern werden in der Regel streng geheim gehalten. Das Verkehrsministerium reagierte nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme. Unklar ist weiterhin, wie es zu der Veröffentlichung kam.
Nach dem versehentlichen Bekanntwerden der Routendetails steht der Transport radioaktiven Materials erneut in der Kritik. Die Behörden bestätigten nicht, ob der Sicherheitsvorfall Auswirkungen auf die Schutzmaßnahmen haben wird. Der Transport soll dennoch wie geplant im kommenden Jahr stattfinden.






