12 February 2026, 10:28

Solingen steht vor drastischem Kirchensterben bis 2035 – wer bleibt, wer geht?

Schwarzes und weißes Foto eines Kircheninneren mit Geländern, Treppen und einem Tisch mit Gegenständen, mit je einem Porträt am unteren Rand, jeweils beschriftet mit "Rödinghausen, die Kirche des Heiligen Grabes".

Solingen steht vor drastischem Kirchensterben bis 2035 – wer bleibt, wer geht?

Spannungsgeladene Sitzung zur Zukunft der Solinger evangelischen Kirchengebäude

Am 11. Februar kam es zu einer angespannten Versammlung, in der über die Zukunft der Gebäude der Evangelischen Kirche in Solingen beraten wurde. Rund 350 Menschen, darunter Vertreter aller zehn Gemeinden, nahmen teil – vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen und wachsender finanzieller Belastungen.

Aktuell betreibt die Kirche 13 aktive Kirchengebäude und neun Gemeinschaftszentren. Doch der Rückgang der Mitglieder – von derzeit 35.000 auf voraussichtlich 16.500 im Jahr 2040 – zwingt die Verantwortlichen zu Einschnitten. Die Synode hat nun beschlossen, bis 2035 die Hälfte aller kircheneigenen Immobilien zu veräußern.

Während der Sitzung kamen die Emotionen hoch, als Gemeindeglieder dafür kämpften, ihre örtlichen Gebäude offen zu halten. Die kleinsten Gemeinden – Widdert, Rupelrath, Merscheid und Ketzberg – stehen vor dem größten Schließungsrisiko. Größere Gemeinden wie Ohligs, Wald, Mitte und Dorp sind vorerst nicht betroffen.

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Eine endgültige Entscheidung, welche Gebäude geschlossen werden, soll bis Ende 2027 fallen. Bis dahin bleiben alle 13 Kirchengebäude in Betrieb; konkrete Schließungen oder Abrisse stehen noch nicht fest.

Nun muss die Kirche das finanzielle Überleben mit den Bedürfnissen ihrer schrumpfenden Gemeinde in Einklang bringen. Mit der Vorgabe, bis 2035 die Hälfte ihrer Liegenschaften abzugeben, werden die kommenden Jahre damit verbracht, zu bewerten, welche Standorte erhalten bleiben. Die Folgen werden die evangelische Gemeinschaft in Solingen für Jahrzehnte prägen.