Solingen trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die SPD und die Stadt
Johanna AlbrechtSolingen trauert um Jochen Müller-Stöver – ein Leben für die SPD und die Stadt
Jochen Müller-Stöver, eine prägende Persönlichkeit der Solinger Politik- und Soziallandschaft, ist verstorben. Über Jahrzehnte hinweg setzte er sich mit großer Hingabe für die SPD ein und spielte eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Partei sowie der Entwicklung der Stadt.
Müller-Stövers politischer Werdegang begann am 1. Januar 1963 mit seinem Eintritt in die SPD. Im Laufe der Jahre wurde er zu einer Schlüsselfigur in der Kommunalpolitik, arbeitete 15 Jahre lang als Stadtrat und Bezirksvertreter für Wald. Sein Wirken war stets von sozialdemokratischen Werten geprägt und brachte ihm über die Parteigrenzen hinweg Anerkennung in ganz Solingen ein.
Doch sein Engagement ging weit über die Parteipolitik hinaus: Er war maßgeblich an der Gründung und Entwicklung der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule beteiligt. Zudem setzte er sich für den Erhalt lokaler Wahrzeichen ein, darunter die Rettung und Sanierung der evangelischen Kirche in Wald. Auch die Zukunft des Ittertaler Freibads sicherte er – und damit einen wichtigen Treffpunkt für die Gemeinschaft.
Müller-Stövers Einfluss erstreckte sich auch auf die städtische Infrastruktur. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats des Solinger Städtischen Klinikums trug er dazu bei, die Finanzen zu konsolidieren und die wirtschaftliche Lage des Hauses zu verbessern. Darüber hinaus spielte er eine entscheidende Rolle bei der Verlegung des SPD-Parteibüros in Solingen und stärkte so die lokale Präsenz der Partei.
Für sein Lebenswerk wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet – eine Würdigung seines unermüdlichen Einsatzes für die Stadt und die SPD.
Die SPD verliert mit Müller-Stöver einen leidenschaftlichen und prinzipientreuen Politiker, der durch Pragmatismus und Verantwortungsbereitschaft bestach. Sein Vermächtnis lebt weiter in den Institutionen, die er stärkte, den Projekten, die er vorantrieb, und der nachhaltigen Prägung, die er der Solinger Gemeinschaft gab.
