04 February 2026, 08:36

Solingen wehrt sich gegen SPD-Schulreform: "Gefahr für Ausbildung und Vielfalt"

Ein gelber Schulbus fährt über eine Brücke über einen Fluss, mit Menschen, die über die Brücke gehen und stehen, umgeben von saftigem Grün und Bäumen, mit Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Solingen wehrt sich gegen SPD-Schulreform: "Gefahr für Ausbildung und Vielfalt"

SPD-Pläne zur Schulreform in NRW stoßen in Solingen auf scharfe Kritik

Der Vorschlag der SPD, das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen grundlegend umzugestalten, hat in Solingen heftigen Widerstand ausgelöst. Lokale CDU-Politiker warnen, die Pläne würden die Bildungsvielfalt aushebeln und die Ausbildung schwächen. Sollten die Reformen umgesetzt werden, gäbe es ab 2032 nach der Grundschule nur noch Gymnasien und Gesamtschulen.

Nach den Vorstellungen der SPD würde das heutige, differenzierte Angebot in Solingen – bestehend aus Grundschulen, Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen und Berufskollegs – drastisch reduziert. Simone Lammert (CDU) kritisierte, dass die Einschränkung der Wahlmöglichkeiten die unterschiedlichen Begabungen der Schülerinnen und Schüler sowie die Präferenzen der Eltern ignorieren würde. Die Reformen schien ihr eher darauf ausgelegt, die eigenen Wahlchancen der SPD zu verbessern, als die Bildungsqualität zu steigern.

Torsten Küster (CDU) verteidigte das bestehende System und verwies auf die Vorteile des "Schulfriedens", der Investitionen in die Infrastruktur ermöglicht habe. Ein vielfältiges Schulsystem passe sich besser den verschiedenen Fähigkeiten der Jugendlichen an – ob für einen akademischen Werdegang oder eine handwerkliche Ausbildung. Besonders die Realschulen spielten eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung auf Ausbildungsberufe, die durch die SPD-Pläne gefährdet werde.

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Lammert äußerte zudem Bedenken, dass Berufskollegs an Bedeutung verlieren könnten. Da sowohl Gesamtschulen als auch Gymnasien zum Abitur führen, drohten praktische Berufswege in den Hintergrund zu geraten. Die CDU betont, dass Solingens Arbeitertradition ein Schulsystem erfordere, das handwerkliche Berufe genauso wertschätzt wie die Studienvorbereitung.

Die von der SPD geplante Zweigliedrigkeit trifft in Solingen auf den Widerstand der CDU, die auf die Notwendigkeit von Bildungsfreiheit pocht. Würden die Reformen beschlossen, stünde bis 2032 eine radikale Umstrukturierung des Schulsystems an – mit weniger Optionen für Schüler und Eltern. Kritiker befürchten, dass dadurch die berufliche Ausbildung und lokale Karrierewege geschwächt werden.