Solingen will Gewerbegebiete schneller erschließen – um jeden Preis?
Die SPD-Fraktion in Solingen drängt auf eine schnellere Erschließung bereits genehmigter Gewerbegebiete, um wirtschaftlichen Druck zu begegnen und die attraktivität der Stadt für Unternehmen zu steigern. Bei einem jüngsten Treffen im Start-up- und Technologiezentrum einigten sich die Mitglieder einstimmig auf konkrete Schritte zur Weiterentwicklung zentraler Flächen wie Fürkeltrath II und Schrodtberg.
Die SPD hat die Standorte Fürkeltrath II und Schrodtberg für eine umgehende Erschließung priorisiert, während das Gebiet Piepersberg-West zunächst auf seine Eignung geprüft wird. Der Fokus liegt dabei auf Brachflächen, bevor neue Flächen in Betracht gezogen werden – so sollen bestehende Gebiete effizient genutzt werden.
Im Rahmen der Sitzung wurden Pläne vorgestellt, die Gewerbegebiete rechtlich und strukturell vorzubereiten, selbst wenn Straßen und Infrastruktur nicht sofort gebaut werden. Dieser Ansatz ermöglicht schnelles Handeln, sobald sich Unternehmen dort ansiedeln wollen. Nachhaltige Lösungen wie Photovoltaikanlagen, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und umweltfreundliche Bauweisen sollen dabei eine zentrale Rolle spielen.
Die Fraktion hat zudem Anträge für die Ratssitzung am 5. März beschleunigt vorgelegt, um die Diskussionen zu forcieren. Ziel ist es, die wirtschaftliche Zukunft Solingens zu sichern – durch die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie eine höhere attraktivität für Investoren. Ökologische und Nachhaltigkeitsstandards werden dabei jeden Schritt des Prozesses begleiten.
Gastgeber der Veranstaltung war IHK-Präsident Henner Pasch, bei der die SPD-Mitglieder die Notwendigkeit zügiger Planungsentscheidungen betonten. Durch die Vorab-Erschließung der Gebiete will die Stadt wettbewerbsfähig bleiben und flexibel auf die Bedürfnisse der Wirtschaft reagieren können.
Die SPD-Vorschläge werden nun im Rat am 5. März beraten. Bei einer Zustimmung könnten die Maßnahmen Solingens Position als Wirtschaftsstandort stärken – und gleichzeitig sicherstellen, dass Umweltstandards eingehalten werden. Im Mittelpunkt steht dabei ein praxisnahes, nachhaltiges Wachstum zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft.
