06 January 2026, 04:43

SPD in Solingen sucht nach Zukunftslösungen für historische Kirchengebäude

Gebäude auf beiden Seiten des Bildrahmens bilden eine zentrale Kirche, Geländer und Pfahl, mit Himmel oben sichtbar.

SPD in Solingen sucht nach Zukunftslösungen für historische Kirchengebäude

Die SPD-Fraktion in Solingen fordert eine langfristige Strategie, um die Zukunft der städtischen Kirchengebäude zu sichern. Ernst Lauterjung, der neue Fraktionsvorsitzende, betont, dass die Planung über das Jahr 2030 hinausgehen müsse, um den Erhalt dieser historischen Gebäude langfristig zu gewährleisten. Kirchen in Solingen gelten zwar als wichtige soziale Orientierungspunkte, doch ihr sinkender Nutzungsgrad wirft Fragen nach ihrer künftigen Rolle auf.

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Lauterjung hat die lokalen Behörden und Kirchenvertreter aufgefordert, gemeinsam nachhaltige Lösungen zu erarbeiten. Er machte deutlich, dass die Stadt weder die volle finanzielle noch die operative Verantwortung für die Gebäude übernehmen könne. Stattdessen sei eine gemeinsame Anstrengung nötig, um neue Nutzungsmöglichkeiten für stillgelegte Kirchen zu prüfen – etwa als Wohnraum, Kulturstätten oder Gemeinschaftsräume.

Die SPD plant, erste Vorschläge vorzulegen und direkt mit den Kirchenvertretern ins Gespräch zu kommen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Lutherkirche, wo bald Entscheidungen über ihre Zukunft anstehen. Zwar gibt es in anderen Städten wie Düsseldorf oder Berlin bereits Beispiele für solche Projekte, doch Solingen verfügt derzeit über keine maßgeschneiderten Modelle für Finanzierung oder Verwaltung. Die Fraktion unterstreicht, dass Kirchen mehr sind als nur Gebäude – sie prägen die Identität Solingens und dienen als soziale Treffpunkte. Ohne einen klaren Plan könnte ihr langfristiger Fortbestand gefährdet sein.

Mit ihrem Vorstoß für eine übergreifende Strategie will die SPD Unsicherheiten bei der Zukunft der Solinger Kirchengebäude vermeiden. Mögliche Anpassungen, wie die Umnutzung für Kunst oder Wohnen, könnten helfen, ihre Bedeutung für die Stadt zu bewahren. Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob Politiker, Verwaltung und Kirchenvertreter zusammenarbeitend tragfähige Lösungen entwickeln.