11 November 2025, 20:16

SPD-Spitze distanziert sich von Asylreform-Papier – Grüne nicht eingebunden

Menschen auf einem Zebrastreifen mit Autos im linken oberen Eck.

SPD-Spitze distanziert sich von Asylreform-Papier – Grüne nicht eingebunden

Zwei führende SPD-Politiker, Helge Lindh und Rasha Nasr, haben sich von einer gemeinsamen Erklärung zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) distanziert. Der Schritt erfolgt mitten in den laufenden Verhandlungen über die Neugestaltung des Systems.

Helge Lindh, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Migration und Vielfalt im SPD-Unterbezirk Wuppertal, hinterfragte die Sinnhaftigkeit, mit einer solchen Stellungnahme einen Bruch innerhalb der Regierungskoalition zu provozieren. Rasha Nasr, migrationspolitische Sprecherin der SPD, erkannte zwar die inhaltlichen Punkte des Papiers an, betrachtete es jedoch als Teil eines normalen parlamentarischen Prozesses.

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Nasr betonte, dass es derzeit keine offiziellen Gespräche zwischen SPD und Grünen zu diesem Thema gebe. Sie erklärte: "Stand November 2025 gibt es keine offiziellen Gespräche zwischen SPD und Grünen zu dieser Frage." Die letzte offizielle Debatte über die Reformen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) war keine explizite gemeinsame Sitzung der SPD-Fraktion mit den Grünen. Der Bundestag hatte zwar am 9. Oktober 2025 über das GEAS-Anpassungsgesetz debattiert, doch handelte es sich dabei um eine allgemeine Plenardebatte und nicht um eine direkte SPD-Grünen-Gesprächsrunde.

Trotz der Distanzierung von der gemeinsamen Erklärung bleibt die SPD einer humanen und geordneten Migrationspolitik verpflichtet. Die Partei setzt sich weiterhin aktiv mit den Diskussionen und Debatten zur GEAS-Reform auseinander, um einen ausgewogenen Ansatz zu verfolgen, der sowohl die Rechte von Migrantinnen und Migranten als auch die Bedürfnisse der aufnehmenden Gemeinden berücksichtigt.