22 February 2026, 06:35

Sprengung des letzten RWE-Schornsteins in Ibbenbüren markiert das Ende einer Ära

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung eines rauchenden Gebäudes, umgeben von Häusern, Bäumen, einem Zaun und einem Fahrzeug, mit dem Text "1851 – das erste kohlebetriebene Kraftwerk" unten.

Schornstein des Kraftwerks Ibbenbüren wird gesprengt - Sprengung des letzten RWE-Schornsteins in Ibbenbüren markiert das Ende einer Ära

Letzte noch stehende Struktur des ehemaligen RWE-Steinkohlekraftwerks in Ibbenbüren wird gesprengt

Der letzte verbliebene Bau des ehemaligen Steinkohlekraftwerks von RWE in Ibbenbüren – ein 275 Meter hoher Schornstein – wird an diesem Sonntag gegen 11:00 Uhr gesprengt. Damit ist der letzte Schritt zur vollständigen Räumung des Geländes getan, auf dem später eine neue Umspannstation für Offshore-Windenergie entstehen soll.

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RWE hatte seine beiden letzten Steinkohlekraftwerke in Deutschland, darunter auch das Werk in Ibbenbüren, im Jahr 2021 stillgelegt. Seitdem wird das Gelände schrittweise abgerissen. Im April 2025 wurden bereits der Kühlturm und das Kesselhaus abgerissen. Der Schornstein ist nun die letzte große Struktur, die fällt.

Die Hagedorn Group, die das Areal 2023 erworben hat, wird für die vollständige Beseitigung und das Recycling der verbleibenden Trümmer verantwortlich sein. Nach der Räumung wird das Grundstück im Sommer 2026 an Amprion übergeben.

Amprion plant auf dem Gelände den Bau einer Umspannstation, die Windstrom aus Nordsee-Windparks in das Netz Nordrhein-Westfalens einspeisen soll. Die Inbetriebnahme ist für 2031 vorgesehen. Bundesweit will das Unternehmen bis 2042 insgesamt 21 Konverterplattformen – sowohl an Land als auch offshore – errichten, darunter zwei 2-Gigawatt-Offshore-Plattformen, deren Bau ab Ende der 2020er-Jahre beginnen soll.

Mit der Sprengung des Schornsteins verschwindet das letzte sichtbare Relikt der Kohlevergangheit Ibbenbürens. An seiner Stelle entsteht eine moderne Umspannstation, die Deutschlands Energiewende hin zu erneuerbaren Energien vorantreibt. Das Projekt ist Teil der bundesweiten Pläne zum Ausbau der Offshore-Windkapazitäten.