Streit um teure Medikamente für Ältere: Streeck und Laumann uneins
Johanna AlbrechtStreit um teure Medikamente für Ältere: Streeck und Laumann uneins
In Deutschland ist eine Debatte über die Verordnung teurer Medikamente an ältere Menschen entbrannt. Der CDU-Gesundheitspolitiker und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, hat mit seinem Vorschlag für klarere Richtlinien für Aufsehen gesorgt. Mittlerweile hat sich auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zu Wort gemeldet – und Streecks Haltung widersprochen.
Streeck, der selbst Erfahrungen mit einem unheilbar kranken Familienmitglied hat, ist der Ansicht, dass die ärztliche Selbstverwaltung und nicht die Politik entscheiden sollte, welche Medikamente hochbetagten Patientinnen und Patienten verabreicht werden. Er äußerte Zweifel daran, ob in solchen Fällen extrem teure Arzneimittel verordnet werden sollten, und schlug vor, durch verbindliche Leitlinien klarer zu regeln, wann solche Behandlungen nicht mehr versucht werden sollten.
Seine Position stößt auf scharfe Kritik – einige werfen ihm vor, ältere Menschen zu diskriminieren. Die Diskussion hat eine hitzige öffentliche Debatte ausgelöst. NRW-Gesundheitsminister Laumann hingegen wies Streecks Kritik zurück und widersprach den Ansichten des Drogenbeauftragten zur Vergabe kostspieliger Medikamente an Hochbetagte.
Die Auseinandersetzung um die Verordnung teurer Arzneimittel für ältere Menschen hält in Deutschland an. Streecks Forderung nach klareren Richtlinien sorgt für Kontroversen, Kritiker werfen ihm Diskriminierung vor. Laumann hingegen lehnt Streecks Haltung ab und heizt die Debatte damit weiter an. Das Thema bleibt ein streitbarer Punkt im deutschen Gesundheitswesen.
