Theaterstück über Walter Lübckes Ermordung zeigt Gefahren des Rechtsextremismus
Jakob BauerTheaterstück über Walter Lübckes Ermordung zeigt Gefahren des Rechtsextremismus
Neues Theaterstück über den Aufstieg des Rechtsextremismus in Deutschland feiert Premiere am Westfälischen Landestheater
Ein neues Bühnenstück, das sich mit dem Aufstieg des Rechtsextremismus in Deutschland auseinandersetzt, hat am Westfälischen Landestheater Premiere gefeiert. Inspiriert vom Mord an Walter Lübcke im Jahr 2019, untersucht die Produktion die Bedrohungen für die Demokratie und die Gefahren, denen Politikerinnen und Politiker ausgesetzt sind. Das Stück wird von Lübckes Familie sowie von Gruppen der politischen Bildung unterstützt.
Am 2. Juni 2019 wurde Walter Lübcke, der damalige Regierungspräsident von Kassel, vor seinem Haus erschossen. Der Täter, Stephan Ernst, hatte 2015 an einer Veranstaltung teilgenommen, bei der Lübcke die Flüchtlingspolitik verteidigte. Zwischen dieser Veranstaltung und der Tat radikalisierte sich Ernst zunehmend und schloss sich der rechtsextremen Szene an.
2022 wurde Ernst wegen des Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt – ein Urteil, das vom Bundesgerichtshof bestätigt wurde. Der Fall lenkte die öffentliche Aufmerksamkeit auf die wachsenden Risiken, denen Personen des öffentlichen Lebens ausgesetzt sind.
Die neue Produktion des Westfälischen Landestheaters nutzt Lübckes Geschichte, um das übergeordnete Thema politischer Gewalt zu beleuchten. Karten für das Stück kosten zwischen 15 und 26 Euro, ermäßigt für Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Bundesfreiwilligendienstleistende. Sie sind beim Zentralen Kultur- und Tourismusbüro sowie im Online-Shop des Kulturamts erhältlich.
Das Theaterstück dient als eindringliche Mahnung vor den Folgen von Extremismus. Mit der Unterstützung von Lübckes Familie und gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung soll es eine Debatte über den Schutz der Demokratie anregen. Die Vorstellungen sind nun für die Öffentlichkeit zugänglich.
