30 January 2026, 10:33

Thyssenkrupp-Belegschaft kämpft gegen Dividende und für Arbeitsplätze vor Hauptversammlung

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Hong Kong, wobei sie Schilder und Plakate tragen, während Bäume, Glasfassaden, Fahrzeuge und Schilder auf beiden Seiten zu sehen sind.

Thyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Belegschaft kämpft gegen Dividende und für Arbeitsplätze vor Hauptversammlung

Thyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Aktionäre auf, geplante Dividendenausschüttung abzulehnen

Vor der anstehenden Hauptversammlung des Konzerns rufen Beschäftigte von Thyssenkrupp die Aktionäre dazu auf, eine vorgeschlagene Dividendenzahlung abzulehnen. Die Arbeiter, unterstützt von der Gewerkschaft IG Metall, argumentieren, dass eine Ausschüttung angesichts drohender Stellenstreichungen finanziell unverantwortlich sei. Der Protest unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Belegschaft und Unternehmensführung über Arbeitsplatzsicherheit und unternehmerische Prioritäten.

Im Mittelpunkt des Streits steht eine geplante Dividende von 15 Cent pro Aktie, was einem Gesamtvolumen von 93 Millionen Euro entspricht. Die IG Metall hat Flugblätter verteilt, in denen die Ausschüttung als "wirtschaftlich verfehlt" und ein "katastrophales Signal" angesichts der finanziellen Herausforderungen des Unternehmens bezeichnet wird. Gewerkschaftsvertreter werfen Thyssenkrupp vor, Aktionärsinteressen über die Belange der Belegschaft zu stellen.

Auch Beschäftigte von HKM, einem Joint Venture von Thyssenkrupp Steel, Salzgitter und Vallourec, haben sich den Protesten angeschlossen. Das Duisburger Stahlwerk, das rund 3.000 Menschen beschäftigt, setzt sich für einen Sozialtarifvertrag ein. Mit diesem Abkommen soll der erwartete Personalabbau sozialverträglich gestaltet werden, um die Arbeitnehmer zu schützen.

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Marco Gasse, der Vorsitzende des Betriebsrats bei HKM, führt seit Monaten Verhandlungen über das Sozialabkommen. Doch die Gespräche ziehen sich ohne Ergebnis hin, was die Beschäftigten in Unsicherheit über ihre Zukunft zurücklässt. Die Arbeiter bestehen darauf, dass das Unternehmen sich auf den Erhalt von Arbeitsplätzen konzentrieren solle, statt Dividenden auszuschütten.

Auf der Hauptversammlung wird nun entschieden, ob die Dividende fließt. Sollte sie beschlossen werden, würde die Auszahlung trotz der Warnungen der Gewerkschaft und der Proteste der Belegschaft erfolgen.

Das Ergebnis der Abstimmung wird zeigen, ob die Aktionäre die 93 Millionen Euro Dividende erhalten. Mitarbeiter und IG Metall haben klar gemacht, dass der Erhalt von Arbeitsplätzen Vorrang vor finanziellen Renditen haben müsse. Die Verhandlungen über den Sozialtarifvertrag bleiben derweil ohne Lösung – die Beschäftigten harren in der Schwebe aus.