Trumps Politik und ihre Folgen: Wie die USA Europa vor Herausforderungen stellen
Tim BöhmTrumps Politik und ihre Folgen: Wie die USA Europa vor Herausforderungen stellen
Viersen veranstaltet kostenlosen Vortrag: "Die Trump-Herausforderung: Folgen für Deutschland und Europa"
Am 6. März findet in Viersen ein kostenloser Vortrag unter dem Titel "Die Trump-Herausforderung: Folgen für Deutschland und Europa" statt. Referent ist Elmar Theveßen, ein in Viersen geborener Journalist und Leiter des ZDF-Studios in Washington. Interessierte können sich bis zum Anmeldeschluss per E-Mail an [email protected] wenden.
Unterdessen spitzen sich die Spannungen zwischen der EU und den USA weiter zu. Das Europäische Parlament hat ein für 2025 geplantes Zollabkommen vorläufig gestoppt, und Brüssel prüft weitere Maßnahmen gegen mögliche Handelsdrohungen aus den USA.
Elmar Theveßen wird in seinem Vortrag analysieren, wie die US-Wirtschaftspolitik unter Trump den globalen Handel neu prägen könnte. Zudem geht es um Risiken für die NATO, die Auswirkungen der Monroe-Doktrin und den Zustand der amerikanischen Demokratie. Im Anschluss an den Vortrag sind eine Diskussion und ein Netzwerkempfang geplant.
Die Veranstaltung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA unter neuerlicher Belastung stehen. Das Europäische Parlament hat das "Turnberry-Abkommen", ein für 2025 vereinbartes Zollabkommen, nach erneuten Drohungen Trumps in Bezug auf Grönland ausgesetzt. Zudem hat die EU die Aussetzung von Gegenmaßnahmen gegen US-Waren – im Wert von 93 Milliarden Euro – bis zum 6. August 2026 verlängert.
Brüssel erwägt nun, das "Anti-Zwangsinstrument" zu aktivieren. Falls dies geschieht, könnten neue Zölle verhängt, US-Unternehmen von öffentlichen EU-Aufträgen ausgeschlossen und weitere Handelsbeschränkungen eingeführt werden. Die Europäische Kommission berät über das weitere Vorgehen, während die Spannungen anhalten.
Der Vortrag in Viersen bietet die Gelegenheit, über Europas Reaktion auf die sich wandelnde US-Politik zu diskutieren. Anmeldungen sind noch bis zum 6. März möglich. Die jüngsten Handelsschritte der EU zeigen derweil eine vorsichtige, aber entschlossene Haltung gegenüber möglichem wirtschaftlichem Druck aus den USA.
