04 April 2026, 14:20

Ulrike Guérot scheitert mit Klage gegen Plagiats-Entlassung der Uni Bonn

Offenes Buch mit dem Titel "Dissertation Juridica de Victore in Expensas Condemando" und sichtbaren juristischen Dokumenten auf der Seite.

Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot verliert erneut vor Gericht - Ulrike Guérot scheitert mit Klage gegen Plagiats-Entlassung der Uni Bonn

Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot hat ihren Rechtsstreit gegen die Universität Bonn verloren, nachdem sie wegen Plagiatsvorwürfen entlassen worden war. Die 61-jährige Wissenschaftlerin hatte gegen die Entscheidung Berufung eingelegt, doch sowohl das Arbeitsgericht Bonn als auch das Landesarbeitsgericht Köln bestätigten die Kündigung. Im Mittelpunkt des Falls stehen Vorwürfe, sie habe während des Bewerbungsverfahrens plagiierte Arbeiten eingereicht.

Die Universität Bonn hatte Guérots Anstellung im Februar 2023 nach den Plagiatsvorwürfen beendet. Das Arbeitsgericht Bonn wies ihre Klage zunächst ab und urteilte, dass akademische Standards die Einreichung plagiierter Unterlagen verbieten. Der vorsitzende Richter Lothar Staschik bestätigte die Entscheidung später und begründete sie mit ihrem Fehlverhalten während des Einstellungsprozesses.

Guérot war während der COVID-19-Pandemie durch ihre scharfe Kritik an den staatlichen Schutzmaßnahmen öffentlich bekannt geworden. Zuletzt hatte sie angesichts der russischen Invasion in der Ukraine zu sofortigen Friedensverhandlungen aufgerufen. In einer YouTube-Diskussion mit dem Titel Ukraine-Krieg als Wendepunkt trat sie gemeinsam mit Sahra Wagenknecht auf und argumentierte, die wirtschaftlichen Belastungen Europas durch den Konflikt erforderten dringend diplomatische Lösungen.

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Das Landesarbeitsgericht Köln wies ihre letzte Berufung zurück und bestätigte damit die Rechtmäßigkeit der Kündigung. Das Urteil beendet ihren juristischen Kampf gegen die Entscheidung der Universität. Die Gerichtsentscheide besiegeln Guérots Entlassung und unterstreichen die Haltung der Universität, dass Plagiate in akademischen Bewerbungen nicht toleriert werden können. Ihre öffentliche Kritik an Regierungspolitik bleibt hingegen ein eigenständiger Teil ihres Wirkens.

Quelle