02 November 2025, 04:18

VARs Rolle im DFB-Pokal: Debatte nach Köln vs. Bayern-Spiel entfacht

Ein Fußballspiel im Gange mit sechs Spielern auf dem Feld, drei sichtbaren Fußballen, zahlreichen Zuschauern in Regenmänteln, die Schirme halten, und mehreren Kameraleuten, die das Ereignis aufnehmen.

VARs Rolle im DFB-Pokal: Debatte nach Köln vs. Bayern-Spiel entfacht

Der Einsatz des Video-Assistenten (VAR) im DFB-Pokal hat heftige Diskussionen ausgelöst und zu Fehlentscheidungen geführt, die den Ausgang von Spielen beeinflusst haben. Die hohen Kosten und die fehlende technische Ausstattung in unterklassigen Vereinen haben eine frühere Einführung bisher verhindert. Die Kontroverse erreichte ihren Höhepunkt im Spiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München. Die Bayern gewannen mit 4:1, doch das Spiel wurde durch einen übersehenen Abseitsfehler von Schiedsrichter Tobias Welz und seinen Assistenten überschattet. Leroy Sanés Tor wurde fälschlicherweise gegeben und hätte den Spielverlauf verändern können. Dieser Vorfall befeuerte die Debatte über die Rolle des VAR im Wettbewerb erneut. Die Grundkosten für den VAR in der Bundesliga und 2. Bundesliga belaufen sich auf rund 11 Millionen Euro, hinzu kommen etwa 1 Million Euro für Personal – das entspricht fast 20.000 Euro pro Spiel. Eine frühere Einführung im DFB-Pokal würde zusätzliche Ausgaben bedeuten, da Vereine außerhalb der DFL nicht über die nötige Technik verfügen. Die Finanzierung bleibt ein zentrales Hindernis, wobei einige zumindest eine Nutzung ab der zweiten Runde fordern. Die Diskussion über eine frühere VAR-Einführung im DFB-Pokal hält an, wobei ungelöste Finanzierungsfragen ein großes Problem darstellen. Der ehemalige Schiedsrichter Jochen Drees hält eine Umsetzung für machbar, doch die hohen Kosten stellen eine Herausforderung dar. Bis diese Fragen geklärt sind, bleibt der Einsatz des VAR in den frühen Pokalrunden ungewiss.

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