03 March 2026, 01:58

Verallia schließt Essener Glaswerk – 310 Jobs stehen auf dem Spiel

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer belebten Stadtstraße mit Gebäuden, Menschen, Karren, Pfählen, Flaggen, Bäumen und Himmel, mit dem Text "fabriken aus land c 1833 ölg" unten.

Verallia schließt Essener Glaswerk – 310 Jobs stehen auf dem Spiel

Verallia Deutschland AG kündigt Schließung des Glaswerks in Essen an – 310 Arbeitsplätze bedroht

Die Verallia Deutschland AG hat Pläne bekannt gegeben, ihr Glaswerk im Essener Stadtgebiet stillzulegen. Durch die Schließung geraten 310 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Stadtverwaltung hat bereits mit der Vorbereitung von Unterstützungsmaßnahmen für die betroffenen Beschäftigten begonnen.

Die Entscheidung zur Schließung des Standorts in Essen bestätigte das Unternehmen Anfang dieser Woche. Oberbürgermeister Thomas Kufen bezeichnete den Schritt als "herben Rückschlag für den Industriestandort Essen". Er betonte, wie wichtig es sei, die Folgen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die regionale Wirtschaft abzufedern.

Die Stadt Essen wird eng mit dem Betriebsrat und der Unternehmensführung von Verallia zusammenarbeiten, um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Über das städtische Portal und die Essen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) sollen Hilfsangebote koordiniert werden. Ziel ist es, den Beschäftigten bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen zu helfen und mögliche Nachnutzungen für das Gelände zu prüfen.

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Laut Angaben der Stadt gibt es keine vergleichbaren Daten zu Arbeitsplatzverlusten in der Essener Glasindustrie der vergangenen fünf Jahre. Allein die aktuelle Schließung gefährdet rund 300 Stellen – für frühere Werksstilllegungen liegen keine vergleichbaren Zahlen vor.

Die Essener Stadtspitze konzentriert sich nun darauf, die Folgen der Werksschließung so gering wie möglich zu halten. Geplant sind Berufsberatung und Umschulungsangebote für die Betroffenen. Gleichzeitig laufen Gespräche über eine mögliche neue Nutzung des Geländes.