Veraltete Ampeln in Gütersloh: Warum die B61 seit Monaten im Chaos versinkt
Johanna AlbrechtVeraltete Ampeln in Gütersloh: Warum die B61 seit Monaten im Chaos versinkt
Veraltete Ampelanlagen in Gütersloh sorgen seit Dezember für wiederholte Störungen auf der B61
Die überalterten Lichtsignalanlagen in Gütersloh haben seit Dezember immer wieder zu Behinderungen auf der Bundesstraße 61 geführt. Viele der 35 Anlagen, die im Schnitt 26,5 Jahre alt sind, arbeiten noch mit veralteten Glühbirnen, die häufiger ausfallen als erwartet. Nach wochenlangen technischen Problemen haben die Behörden nun Maßnahmen ergriffen, um die defekten Komponenten auszutauschen.
Die Probleme begannen im Dezember, als an mehreren Ampeln entlang der B61 die Rotphasen versagten. Ursache war die veraltete Glühbirnentechnik, die laut dem beauftragten Dienstleister Yunex Traffic in der aktuellen Charge eine überdurchschnittlich hohe Ausfallrate aufwies.
Als Reaktion ließ Straßen.NRW in 14 der 19 betroffenen Anlagen entlang der B61 alle Birnen ersetzen. Zwischen dem 6. und 10. Februar tauschte Yunex Traffic zudem die Leuchtmittel in 18 weiteren Ampelanlagen in Gütersloh aus. Laut Vertrag müssen Techniker innerhalb von vier Stunden nach einer gemeldeten Störung vor Ort sein.
Manuela Rose, Leiterin des regionalen Straßen.NRW-Büros, entschuldigte sich für die häufigen Ausfälle. Sie räumte ein, dass die wiederholten Pannen Zweifel an der Zuverlässigkeit des Systems aufkommen ließen. Ein ausführlicher Bericht zu den Störungen und ihren Ursachen wird auf der Sitzung des Gütersloher Mobilitätsausschusses am 19. Februar vorgestellt.
Der Großteil der Birnenaustausche ist inzwischen abgeschlossen, um weitere Defekte zu minimieren. Zwar ist nicht genau bekannt, wo sich alle 35 Ampelanlagen befinden, doch die Modernisierungen konzentrieren sich auf die besonders problematischen Abschnitte. In der anstehenden Ausschusssitzung sollen zudem langfristige Lösungen für die veraltete Infrastruktur in Gütersloh diskutiert werden.
