07 March 2026, 18:15

Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – trotz innerparteilicher Machtkämpfe

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa sitzend zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.

Vincentz wiedergewählt als AfD-Vorsitzender in NRW - Vincentz bleibt AfD-Chef in NRW – trotz innerparteilicher Machtkämpfe

Martin Vincentz ist als Landesvorsitzender der Alternative für Deutschland (AfD) in Nordrhein-Westfalen wiedergewählt worden. Mit 54,7 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen seinen Herausforderer Fabian Güstrow durch, der bei dem Parteitag in Marl 43,4 Prozent erhielt.

Vincentz, der den Landesverband seit 2022 führt, erhielt nach einer kämpferisch gehaltenen Rede deutliche Unterstützung. Die Delegierten begrüßten seine Ausführungen mit begeistertem Applaus und signalisierten so ihre Rückendeckung.

Seine Wiederwahl erfolgte nach einer direkten Herausforderung durch Fabian Güstrow, der innerhalb der Partei als Vertreter des rechtsextremeren Flügels gilt. Vincentz wird zwar als gemäßigtere Stimme in der AfD wahrgenommen, sieht sich jedoch mit Widerstand konfrontiert – etwa von der Jugendorganisation Generation Deutschland, die am extremistischen Ende des Parteispektrums angesiedelt ist.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Parteitag lehnte zudem einen Antrag auf eine Doppelspitze ab, was Vincentz' Position weiter festigt. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die AfD bei der Landtagswahl 2027 etwa 15 Prozent der Stimmen erreichen könnte – mehr als das Doppelte ihres Ergebnisses von 5,4 Prozent im Jahr 2022.

Dieser Erfolg erhöht Vincentz' Chancen, in drei Jahren Spitzenkandidat der Partei für die anstehende Wahl zu werden.

Das Ergebnis bestätigt Vincentz für eine weitere Amtszeit an der Spitze der AfD in Nordrhein-Westfalen. Angesichts steigender Umfragewerte für die Partei ebnet seine Wiederwahl den Weg für eine mögliche Kandidatur als Spitzenkandidat 2027. Die Entscheidung stärkt zudem seine gemäßigtere Position in einer Partei, die weiterhin mit inneren Spannungen ringt.

Quelle