Vodafone-Kunden klagen gegen umstrittene Preiserhöhung – EuGH soll entscheiden
Tim BöhmKlage gegen Vodafone zieht sich hin - Vodafone-Kunden klagen gegen umstrittene Preiserhöhung – EuGH soll entscheiden
Massenklage gegen Vodafone wegen umstrittenen Preiserhöhung
Eine große Sammelklage gegen Vodafone wegen einer umstrittenen Preiserhöhung läuft derzeit. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) führt den Prozess an, dem sich bereits mehr als 110.000 Kunden angeschlossen haben. Sie argumentieren, dass die monatliche Erhöhung um fünf Euro für Festnetz-Internet rechtswidrig sei.
Der Streit begann, als Vodafone 2022 die Preise für zehn Millionen Kunden anhob. Das Unternehmen begründete die Erhöhung mit steigenden Kosten. Verbraucherschützer wiesen diese Begründung jedoch zurück und reichten Klage ein.
Die Klage ist eine der ersten, die sich auf das neue deutsche Bundesgesetz über kollektive Verbraucherrechte stützt. Diese Regelung gibt Kunden stärkere Möglichkeiten, gegen Unternehmen gerichtlich vorzugehen. Vodafone bestreitet jegliches Fehlverhalten und hält die Preisanpassung für notwendig.
Das Oberlandesgericht Hamm hat das Verfahren nun ausgesetzt. Es hat zentrale Rechtsfragen dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorgelegt. Dadurch könnte sich ein endgültiges Urteil bis mindestens 2026 verzögern.
Der Fall hängt von der Auslegung des europäischen Rechts durch den EuGH ab. Eine Entscheidung könnte Präzedenzfall für künftige Klagen von Verbrauchern gegen Preiserhöhungen werden. Bis dahin ruht das Verfahren – betroffene Kunden müssen weiter auf eine Lösung warten.
