Vodafone und Kartellamt liefern sich erbitterten Streit um 1&1-Netzausbau
Nico MeyerVodafone und Kartellamt liefern sich erbitterten Streit um 1&1-Netzausbau
Der Rechtsstreit zwischen Vodafone und dem deutschen Bundeskartellamt eskaliert wegen Vorwürfen der Wettbewerbsverzerrung. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Vorwürfe, dass Vodafone über seine Beteiligung an Deutsche Bahn den Ausbau des Mobilfunknetzes von 1&1 behindert hat. Beide Seiten tauschen scharfe Vorwürfe aus – Vodafone hat sogar vorsorglich eine einstweilige Verfügung beantragt, um eine mögliche Entscheidung zu blockieren.
Ausgelöst wurde der Streit, nachdem das Kartellamt in einer vorläufigen Bewertung Vodafone vorwarf, den Markteintritt von 1&1 zu erschweren. Die Behörde argumentiert, dass Deutsche Bahn, an dem Vodafone maßgeblich beteiligt ist, nicht genug Standorte für den Netzausbau von 1&1 bereitgestellt habe. Das Kartellamt hat bereits mehrere Gespräche mit Führungskräften beider Unternehmen geführt, um die Angelegenheit zu klären.
Der Fall ist noch nicht entschieden, da das Kartellamt noch kein endgültiges Urteil gefällt hat. Vodafones vorsorgliche einstweilige Verfügung könnte das Verfahren verzögern, während 1&1 weiterhin auf Zugang zu weiteren Standorten drängt. Die endgültige Entscheidung wird voraussichtlich den Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt für Jahre prägen.
