Vom Flüchtling zum Vorzeige-Integrationsbeispiel: Habte Abrahles bewegender Weg
Tim BöhmVom Flüchtling zum Vorzeige-Integrationsbeispiel: Habte Abrahles bewegender Weg
Habte Abrahle, ein Flüchtling aus Eritrea, hat sich ein Leben in Deutschland aufgebaut. Nach anfänglichen rassistischen Erfahrungen führt er heute ein stabiles Leben mit seiner Frau und drei Kindern. Seine Reise und Erlebnisse sind derzeit Teil einer Ausstellung im "Himmel un Ääd" in Oberhausen - am 28. November findet dort eine begleitende Veranstaltung statt.
Abrahles Weg begann 2015, als er die Sahara in einem überfüllten Lastwagen durchquerte - unter extremen Bedingungen, fast ohne Wasser oder Nahrung. In Deutschland angekommen, verbrachte er acht Monate in einem Zelt und vier weitere in einem Frachtcontainer. Trotz dieser Hürden gab er nicht auf und erwarb durch einen Kurs bei "Welcome to Schildgen" das B1-Sprachzertifikat. Hier traf er auf engagierte Ehrenamtliche, darunter eine Person, die ihm vier Jahre lang ein Zimmer in Oberhausen vermietete.
Sein Durchhaltevermögen ebnete ihm auch den Weg in den Arbeitsmarkt: Nach Praktika als Bäcker und Greenkeeper auf einem Golfplatz arbeitet er dort nun fest angestellt. Seine Geschichte bleibt nicht unbeachtet - eine Ausstellung mit Fotos und Berichten über sein Leben ist derzeit im "Himmel un Ääd" zu sehen. Am 28. November folgt die Veranstaltung "Angekommen - Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen", bei der Abrahle gemeinsam mit einem weiteren Geflüchteten von seinen Erlebnissen berichtet. Moderiert wird der Abend von Frank Walther.
Der Weg von Eritrea nach Deutschland war für Habte Abrahle mit vielen Herausforderungen verbunden. Doch sein Mut und seine Entschlossenheit haben ihm ein stabiles Leben ermöglicht. Seine Geschichte - und die anderer Geflüchteter - soll das Verständnis und die Akzeptanz für ihre Erfahrungen in Deutschland fördern.
