Watzke bricht sein Schweigen: Emotionale Worte zu Missbrauchsvorwürfen beim BVB
Johanna AlbrechtWatzke zu Vorwürfen von Missbrauch beim BVB: "Das gruselt einen" - Watzke bricht sein Schweigen: Emotionale Worte zu Missbrauchsvorwürfen beim BVB
Hans-Joachim Watzke, der langjährige Geschäftsführer von Borussia Dortmund, hat sich in einer emotionalen Rede zu den Missbrauchsvorwürfen im Verein geäußert. Er zeigte tiefes Mitgefühl für die Betroffenen und räumte ein, wie sehr der Fall ihn persönlich berührt habe. Der Klub hat inzwischen offizielle Schritte eingeleitet, um die Vorwürfe zu untersuchen.
Im Mittelpunkt der Anschuldigungen steht ein ehemaliger langjähriger Mitarbeiter, der mehrfach in den Ältestenrat wiedergewählt wurde. 2012 wurde die Person offiziell Angestellter des Vereins. Watzke hatte zuvor erklärt, er sei davon ausgegangen, dass die Angelegenheit nach der Weiterleitung an den damaligen Präsidenten Reinhard Rauball geklärt sei.
Zunächst hatte Watzke Kritik an der Handhabung des Falls zurückgewiesen. Nun gibt er jedoch zu, dass der Verein bei festgestellten Versäumnissen Konsequenzen ziehen werde, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. Um Transparenz zu gewährleisten, hat Borussia Dortmund zwei Kanzleien – die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO und die Strafrechtskanzlei Knauer – mit einer unabhängigen Untersuchung beauftragt.
In dieser Woche trat Watzke als Geschäftsführer der BVB KGaA zurück. Er soll in naher Zukunft zum Präsidenten des eingetragenen Vereins gewählt werden.
Die Ermittlungen werden die Vorwürfe umfassend prüfen. Watzkes Rückzug aus der Geschäftsführung markiert einen Führungswechsel, während der Verein nach Lösungen sucht. Die Ergebnisse der unabhängigen Überprüfung werden über das weitere Vorgehen von Borussia Dortmund entscheiden.
