Watzke kandidiert als BVB-Präsident – und blickt auf die Tuchel-Krise zurück
Tim BöhmWatzke kandidiert als BVB-Präsident – und blickt auf die Tuchel-Krise zurück
Borussia Dortmunds langjähriger Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Watzke kandidiert in dieser Woche für das Amt des Vereinspräsidenten. Der 65-Jährige, der den Klub seit über zwei Jahrzehnten prägt, blickt aktuell auf vergangene Entscheidungen zurück – darunter die umstrittene Entlassung des damaligen Cheftrainers Thomas Tuchel im Jahr 2017.
Die Beziehung zwischen Watzke und Tuchel zerbrach nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus im April 2017. Bei dem Attentat wurde der Verteidiger Marc Bartra verletzt, die gesamte Mannschaft litt unter den psychischen Folgen. Ein zentraler Streitpunkt war die Entscheidung des Vereins, das Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel gegen AS Monaco bereits einen Tag später austragen zu lassen – ein Schritt, den Tuchel vehement ablehnte.
Sollte Watzke zum Präsidenten gewählt werden, wäre dies ein weiteres Kapitel seiner mehr als 20-jährigen Ära bei Borussia Mönchengladbach. Seine jüngsten Äußerungen zur Entlassung Tuchels unterstreichen die Herausforderungen von Führung in Krisenzeiten. Die spätere Versöhnung der beiden bleibt eine Fußnote zu einer der turbulentesten Phasen der Vereinsgeschichte.
