01 February 2026, 08:19

WDR zieht bis 2035 aus Bocklemünd ab – Kölns Medienlandschaft im Wandel

Ein verlassenes Gebäude mit Graffiti an den Wänden und Säulen, sichtbarer Boden, Rohre entlang der Wände und eine Tür im Hintergrund, die auf Verfall hindeutet.

WDR zieht bis 2035 aus Bocklemünd ab – Kölns Medienlandschaft im Wandel

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) plant die Verlegung wichtiger Abteilungen von seinem Standort in Köln-Bocklemünd in die Kölner Innenstadt. Bis 2035 soll der Sender seine Aktivitäten dort bündeln – als Hauptgründe nennt er wirtschaftliche Erfordernisse und die Anforderungen der digitalen Produktion. Die Entscheidung folgt einer internen Prüfung der Raumkapazitäten und Kosteneffizienz.

Der Standort Bocklemünd war jahrzehntelang ein zentraler Produktionsstandort des WDR und beherbergte Studios für beliebte Formate wie "Kölner Treff", "Quarks" und "Tiere suchen ein Zuhause". Hier wurden auch die Folgen der ehemaligen ARD-Serie "Lindenstraße" bis zu deren Ende 2020 gedreht. Doch der Sender hält den Standort mittlerweile für unwirtschaftlich.

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Ein eigens eingesetztes Projektteam wird nun die Umzugsbedürfnisse der betroffenen Bereiche prüfen. Die Verlegung soll schrittweise erfolgen – erste Abteilungen könnten bereits ab 2028 in neue Innenstadtstandorte umziehen, der gesamte Prozess soll bis 2035 abgeschlossen sein.

Nach dem Umzug plant der WDR, das Gelände in Bocklemünd zu verkaufen. Ziel ist es, die Ressourcen in der Kölner Innenstadt zu konzentrieren, um die Programmproduktion effizienter zu gestalten und moderne, agile Produktionsmethoden zu etablieren.

In den kommenden Jahren wird der WDR seine Aktivitäten vollständig in erweiterte Innenstadtstandorte verlagern. Die derzeit in Bocklemünd ansässigen Abteilungen ziehen schrittweise um, die letzte Phase soll bis 2035 abgeschlossen sein. Die Entscheidung des Senders berücksichtigt sowohl finanzielle Aspekte als auch den Bedarf an moderner Produktionsinfrastruktur.